GE Money Card: unklare Kreditzinsen

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Konsument 2/2006 veröffentlicht: 12.01.2006

Inhalt

Mit der Money Card schnell zum Kredit mit unbeschränktem Zinssatz.

"Das schnellste Geld der Welt"

„Genießen Sie Ihre finanzielle Freiheit“, bewirbt die GE Money Bank ihre GE Money Card. Die Bank ist sehr bemüht um „Menschen, die nicht mehr länger warten wollen“. Ihr „jetztsofortKredit“ verspricht „das schnellste Geld der Welt“. Jetzt auch in Form einer Bankomat-Karte – die GE Money Card ist kostenlos und gewährt eine Kreditsumme zwischen 2000 und 7000 Euro.

AGB sind fast ein Geheimnis

Über den Kreditzinssatz erfährt der Interessierte nur, dass er bei 3,99 Prozent p.a. beginnt – für Kunden bester Bonität; nach oben gibt es keine Grenzen. Auch sonst gibt sich die GE sehr verschlossen, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen könnten „aus technischen Gründen“ erst mit Antragstellung ausgehändigt werden. Wie hoch die monatlich zu leistende Kreditrate sein wird und welcher Zinssatz zur Anwendung kommt, erfährt der Antragsteller erst im Nachhinein.

Riskant für verschuldete Konsumenten

Wozu diese Karte, mag man sich fragen. Wer ohnehin eine Bankomatkarte und eine Kreditkarte sein eigen nennt, braucht nicht noch eine dritte. Es sei denn, und da schrillen bei Konsumentenschützern und Schuldnerberatern die Alarmglocken, man hat sein Konto schon hoffnungslos überzogen. Bereits verschuldete Konsumenten tappen damit unweigerlich in die Schuldenfalle.

GE Bank sichert sich ab

Denn auch bei der GE Bank sichert man sich natürlich ab. Gehaltszettel, Kontoauszug etc. müssen vorgelegt werden. Daraus wird die Bonität errechnet – ist sie schlecht, fällt der Zinssatz entsprechend hoch aus. Die Schuldenspirale dreht sich weiter …

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