Geld im Urlaub

Die optimale Reisekasse

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KONSUMENT 7/2012 veröffentlicht: 28.06.2012

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Reisescheck, Kreditkarte, Bankomatkarte, Prepaidkarte: Bezahlen mit Plastikgeld ist bequem, kann im Ausland jedoch hohe Spesen verursachen. Manche Gebühren lassen sich aber vermeiden.

Die einen freut’s, die anderen fühlen sich ­einer kleinen Vorfreude beraubt; wirklich ­unglücklich ist aber wohl kaum jemand, dass man heute in die meisten Länder Europas reisen kann, ohne auch nur einen Cent in eine andere Währung wechseln zu müssen. Selbst außerhalb Europas ist der Euro mittlerweile in vielen Regionen als Ersatzwährung gern gesehen.

Trotzdem ist es nicht zu empfehlen, nur mit Euro-Scheinen und -Münzen auf die Reise zu gehen. Denn einerseits ist es beschwerlich und mühsam, ständig auf die ­sichere Verwahrung eines größeren Bargeldbetrags zu achten. Und geht er trotz aller Sorgfalt verloren oder wird gestohlen, steht man völlig blank da. Mindes­tens eine Alternative in Form von Karten oder Reisescheck ist also selbst bei kürzeren Reisen in Euro-Länder sinnvoll.

Jede Menge Spesen

Die Zusammensetzung der Urlaubskasse zu planen, lohnt sich. Denn an die 5 Prozent davon sind schnell weg für Gebühren beim Geldwechseln, für Spesen beim Bargeld­beheben oder als Sondergebühren für Kreditkartenzahlungen. Das sind bei einem ­Tausender immerhin 50 Euro, quasi für nichts.

1,5 bis 9 Prozent Spesen beim Geldwechseln

Recht deftig können die Gebühren beim Geldwechseln ausfallen. Zwischen 1,5 und 3 Prozent waren es bei Erhebungen der ­Arbeiterkammern Wien und Oberösterreich in den vergangenen zwei Jahren im Normalfall; am Flughafen lagen die Spesen sogar zwischen 4 und 9 Prozent. Dort werden Sie wahrscheinlich auch auf Granit beißen, wenn Sie über die Höhe der Wechselspesen verhandeln wollen. Vor allem die Mindestspesen sind beim Wechseln relativ hoch. ­Bessere Chancen auf eine Reduktion gibt es meist bei der eigenen Hausbank.

Bargeld: Weg ist weg

Neben hohen Wechselgebühren hat Bargeld den Nachteil, dass es kein Mascherl trägt. Weg ist weg. Anders bei Kredit- oder Ban­komatkarten: Wenn der Karteninhaber den Verlust bald bemerkt und schnell reagiert, kann ein Schaden verhindert oder sehr gering gehalten werden. Dazu gehört natürlich auch eine gewisse Vorsorge: PIN und Hotline-Notrufnummer dürfen auf keinen Fall gemeinsam mit den Karten aufbewahrt ­werden.

 

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Kommentare

  • Hilfe in der Fremde
    von REDAKTION am 26.07.2012 um 16:35
    Ein Leser hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass österreichische Vertretungsbehörden im Ausland keine Ersatzdokumente für Führerscheine ausstellen können. Wir entschuldigen uns für diese Fehlinformation! Ihr KONSUMENT-Team
Bild: VKI