Geldanlage: Aktienkauf

No Risk, no Rendite

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KONSUMENT 2/2013 veröffentlicht: 24.01.2013

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Aktienkauf: Neben Gold und Immobilien gelten auch Aktien als Sachwerte. Als Geldanlage sind sie - selbst bei guten Prognosen und in welcher Anlageform auch immer – Risikopapiere mit ungewissem Ausgang.

Aktienanleger hatten im vergangenen Jahr Grund zur Freude, denn trotz Schuldenkrise und Konjunkturschwäche konnten die meis­ten wieder recht erfreuliche Kursgewinne und Dividenden lukrieren. Und auch das ­Börsenjahr 2013 sehen viele Analysten eher positiv. Schönfärberei, um das Geschäft anzukurbeln, oder ist da etwas dran?

Was für einen Aktienkauf spricht

Einige Indizien sprechen dafür. Zum einen gibt es Nachholbedarf. Viele Anleger haben ihr Geld in den vergangenen zwei, drei ­Jahren zwischengeparkt und die weitere Entwicklung abgewartet. Nun soll endlich wieder ein wenig mehr oder überhaupt eine Rendite herausschauen. Denn Sparbücher, Bundesschätze und andere Anleihen werfen nach Abzug von Steuern und Inflation nicht selten „Negativgewinne“ ab. Sparer bekommen weniger raus, als sie eingezahlt haben.

Argument für Aktien

Und dabei könnte es noch einige Jahre bleiben, da sich viele europäische Staaten durch derartige negative Realzinsen entschulden wollen. Ein weiteres Argument, das für Aktien spricht: Die Euroschuldenkrise ist nicht ausgestanden und gibt der Angst vor Inflation immer wieder neue Nahrung. Als Sachwerte bieten Aktien einen gewissen Schutz vor Inflation. 

Der Zeitpunkt macht’s

Gegen ein Investment in Aktien spricht, dass sich die Konjunktur weltweit und vor allem auch in Österreichs größtem Exportmarkt Deutschland abkühlt, während die Aktienkurse weiter nach oben gehen. Hier könnte sich, wie schon so oft, eine mächtige Aktienblase auftun, die letzten Endes doch wieder nur mickrige Gewinne oder gar kräftige Verluste ausspuckt.

Aktieninvestments als Spielgeld

Egal, ob großer Knall oder kleinere Korrek­turen: Jeder, der in Aktien investiert, muss sich zunächst dessen bewusst sein, dass ­Aktieninvestments – in welcher Form auch immer – nur dann Sinn machen, wenn man sie als Spielgeld betrachtet, mit dem man ohne zeitliche und finanzielle Zwänge herum­jonglieren kann. Denn ein Ein- oder Ausstieg zur falschen Zeit kann aus vermeintlichen Ren­diterennern gewaltige Verlustgeschäfte ­machen.

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Kommentare

  • Dividenden
    von REDAKTION am 22.02.2013 um 10:15
    Mit Dividenden können Anleger nicht fix rechnen. Die gibt’s nur, wenn das Unternehmen welche ausschüttet. Aktien ausschließlich unter diesem Aspekt zu kaufen halten wir daher nicht für sinnvoll. Ihr KONSUMENT-Team
  • Dividenden sind nicht zu vernachlässigen!
    von Termi am 08.02.2013 um 08:44
    Auf Seite 2 ("Vorsicht vor heißer Luft") berichten Sie über die Performance der Indizes (ATX und MSCI World) ohne Berücksichtigung der Dividenden. Diese Beschreibung alleine stellt die Realität nicht korrekt dar, denn gerade die Dividenden können den Gesamtertrag (auch nach Berücksichtigung der Steuern) deutlich verbessern. Es sei denn, Sie würden bewußt Aktien ohne Dividendenausschüttung auswählen und kaufen, was aber nur in den wenigsten Fällen Sinn macht und mehr für Profis (Stichwort: Wachstumsaktien) geeignet ist.
Bild: VKI