Geldanlage: Gold

Im Goldrausch

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Konsument 3/2006 veröffentlicht: 21.02.2006

Inhalt

  • Als Ergänzung zum gut gestreuten Anlagepaket sinnvoll
  • Zum alleinigen Vermögensaufbau nicht geeignet
  • Goldmünzen sind vor allem etwas für Liebhaber

Lesen Sie auch Gold als Anlage 12/2012.

Steigender Goldpreis

Der Goldpreis steigt und steigt: Zum Jahreswechsel erreichte er bereits den höchsten Stand seit 25 Jahren. Hintergründe sind Inflationsbefürchtungen, der fallende Dollar und eine starke weltweite Nachfrage der Goldverbraucher, vor allem in den wirtschaftlich prosperierenden Ländern Indien und China. Gleichzeitig ist die Produktion Südafrikas, eines der wichtigsten Goldländer, rückläufig. Neben den Großinvestoren, die den Gold-Boom bereits seit Längerem für sich nutzen, fragen sich nun auch immer mehr Durchschnittsanleger, ob sie sich nicht ein Stück des glänzenden Edelmetalls zulegen sollten.

Was spricht für, was gegen Gold?

Die goldenen Vorteile liegen auf der Hand: Man hat damit einen Sachwert zur Verfügung, der überall auf der Welt wieder gegen Bares oder andere Sachwerte eingetauscht werden kann. Und in Zeiten, wo vom Sparbuch bis zu den Wertpapieren jeder Cent Erspartes elektronisch registriert ist, können ein paar diskret erworbene Gramm Goldenes im Schließfach zusätzliche Sicherheit vermitteln.

Goldwert richtet sich nach Dollarentwicklung

Doch wer in Gold investiert, sollte auch die möglichen Nachteile kennen: Gold wirft keine Zinsen ab, der Ertrag ist also von der Wertentwicklung abhängig. Dazu kommt für Euro-Anleger: Gold notiert in US-Dollar, was bedeutet, dass sich der Wert der Anlage auch nach der Entwicklung des Dollar richtet. Durch eine ungünstige Dollar-/Euro-Entwicklung kann die Wertsteigerung gemindert oder sogar ganz aufgefressen werden (siehe dazu: Inhaltsverzeichnis - „Große Chancen – große Risiken“).

Gold und Dollar schwanken stark

Bei günstiger Entwicklung sind natürlich umgekehrt satte Gewinne möglich, aber sowohl Gold als auch Dollar schwanken bekanntlich stark im Wert und sollten daher nie als Ausgangsbasis für den Vermögensaufbau eingesetzt werden. Ist jedoch der kurz- bis langfristige Finanzbedarf etwa durch Sparprodukte, Bausparverträge und Anleihen abgedeckt, kann Gold als Beimischung zur Geldanlage sehr sinnvoll sein.

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Bild: VKI