Geldanlage: Immobilienfonds

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Konsument 4/2006 veröffentlicht: 15.03.2006

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  • Produkte und Risiko vergleichen
  • Nur als Beimischung ratsam
  • Für Altersvorsorge geeignet

Vier österreichische Anbieter 

Geldanlagen in Immobilien sind derzeit überaus beliebt. Durch die Börsenkrise skeptisch geworden, greifen viele Anleger zu Investments in handfeste Werte. Gewinner sind die in Österreich noch ganz jungen (offenen) Immobilienfonds, die erst seit zwei Jahren zugelassen sind. Die vier österreichischen Anbieter (BA-CA, Constantia Privatbank, Raiffeisen Capital Management, Volksbanken) verfügen nach eigenen Angaben bereits über ein Volumen von über einer Milliarde Euro.

Sicher und konservativ

Mit dem Risikoprofil einer sicheren, konservativen Veranlagung (der Real Invest Austria der BA-CA wird sogar als „mündelsicher“ angeboten) hat sich dieses Fondssegment einen fixen Platz in den Portfolios der Anleger erobert. Wer bereit ist, deutlich mehr Risiko einzugehen, kann an der Börse in Immobilienaktien investieren.

Krise in Deutschland

Wenig Freude haben heimische Fondsmanager mit den aktuellen Turbulenzen am deutschen Markt. Dort sind die Immobilienfonds ins Gerede gekommen, nachdem die Deutsche Bank ihren „Grundbesitz-Invest“-Fonds aus dem Handel genommen hat (siehe dazu: "Deutsche Immobilienfonds unter Druck"). Zwar hat die Krise in Deutschland noch keine konkreten Auswirkungen auf Österreich. Dennoch fragen immer öfter besorgte Anleger bei uns an, ob die gekauften Fondsanteile tatsächlich so sicher sind, wie die Experten beteuern.

Plötzliche Schließung deutscher Immobilienfonds

Zwei Faktoren sind für plötzliche Schließung mehrerer deutscher Immobilienfonds verantwortlich: Panikverkäufe nach Gerüchten über eine bevorstehende Neubewertung des Fondsvermögens sowie Verkaufsempfehlungen durch Ratingagenturen und dadurch ausgelöste Geldengpässe der Fondsgesellschaften, die zum Rückkauf verpflichtet sind.

Sichere Anlage

Abgesehen von dieser temporären Krise in unserem Nachbarland sind Immobilienfonds-Produkte grundsätzlich weiterhin als sichere Anlage zu sehen. Die Fondsanteile sind durch Immobilien (hauptsächlich gewerbliche Immobilien und Büroflächen in Toplagen) abgesichert, die in der Regel langfristig und wertgesichert vermietet werden.

Wertsteigerung und Mieteimkünfte

Die mit Immobilienfonds erzielbaren Renditen resultieren aus der Wertsteigerung des Fondsbesitzes sowie Mieteinkünften abzüglich Spesen und Verwaltungskosten. Der große Vorteil von offenen Fonds: Die Fondsanteile sind täglich fällig und werden jederzeit zum Tageskurs von der Fondsgesellschaft zurückgenommen. Beteiligungen an einzelnen Bauprojekten, wie geschlossene Immobilienfonds sie bieten, sind hingegen weniger flexibel und mit deutlich mehr Risiko behaftet.

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