Geldanlage: Indexfonds

Günstige Sparbuch-Alternative

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KONSUMENT 9/2014 veröffentlicht: 28.08.2014

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Geldanlage: Über die Börse gehandelte Indexfonds erfreuen sich steigender Beliebtheit. Sie bieten auch Kleinanlegern eine relativ kostengünstige Möglichkeit zur Wertpapieranlage.

Vor zehn Jahren waren es gerade einmal an die hundert, heute gibt es weit über 1.300 handelbare Papiere allein in Europa – das Angebot an Exchange Traded Funds (ETFs) ist binnen weniger Jahre geradezu explo­sionsartig gewachsen. Hinter dem etwas sperrigen Namen stecken Fonds, die nicht wie sonst üblich über die emittierende Investmentfondsgesellschaft, sondern direkt über die Börse gehandelt, also erworben und veräußert werden.

Indexfonds: DAX, Euro Stoxx, Schwellenländer etc.

Bei der überwiegenden Mehrzahl der ETFs handelt es sich um sogenannte Indexfonds. Das heißt, sie bilden die Preis- und Kursentwicklung eines bestimmten Index nach – sei es die eines Börsenindex wie des deutschen DAX oder des Euro Stoxx 50 oder auch jene von Indizes, die auf bestimmte Sektoren, ­Regionen oder Strategien ausgerichtet sind (z.B. den Automobil-, Banken- oder Immo­biliensektor, Schwellenländer oder Divi­dendenstrategien). Auch ethisch orientierte Indizes werden von ETFs abgedeckt.

ETFs: Börsentäglich verfügbar

Der direkte Handel über die Börse bringt für die Anleger mehrere Vorteile mit sich – auch für jene, die mit kleineren Beträgen an den tendenziell höheren Renditen bei Wert­papieren mitnaschen möchten. Das beginnt beim Preis eines ETFs, der im Wesentlichen von Angebot und Nachfrage an der Börse bestimmt wird. Er kann jederzeit, z.B. via Internet, abgerufen werden und ist dadurch sehr transparent. Ein weiterer Vorteil ist, dass man den ETF täglich an der Börse kaufen und auch wieder verkaufen kann. Anders als bei klassischen Fonds lässt sich so rasch und flexibel auf Marktänderungen reagieren.

Indexfonds für Europa im Performance-Vergleich

Wir haben 20 Index-Fonds (10 ausschüttend und 10 thesaurierend, klassische Fonds sowie ETFs) mit Anlageschwerpunkt Europa einem Performance-Vergleich über 5 Jahre unterzogen, darunter:

  • BAWAG P.S.K. Europa Stock
  • ComStage MSCI Europe TRN UCITC ETF
  • ComStage STOXX® Europe 600 NR UCITS ETF
  • ESPA BEST OF EUROPE
  • iShares STOXX Europe 600 UCITS ETF
  • iShares MSCI Europe UCITS ETF
  • LYXOR UCITS ETF MSCI EMU GROWTH
  • PIA - Europa Real
  • PIA - Select Europe Stock
  • PIA - Swiss Stock
  • Raiffeisen-TopDividende-Aktien
  • SemperProperty Europe
  • Spängler IQAM Equity Europe
  • Starfonds Best European Equity
  • Stoxx® Europe 600 UCITS ETF

Lesen Sie auch unseren anderen Bericht zum Thema Fonds: Alternativen zum Sparbuch 8/2014. Hier werden diverse Investmentfondssparten verglichen.


In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
PIA - Swiss Stock (A), PIA - Europa Real (A), Starfonds Best European Equity, SemperProperty Europe (A), PIA - Select Europe Stock (A), iShares STOXX Europe 600 UCITS ETF (Inc), iShares MSCI Europe UCITS ETF (Inc), Raiffeisen-TopDividende-Aktien (R) (A), ESPA BEST OF EUROPE (A), LYXOR UCITS ETF MSCI EMU GROWTH, PIA - Swiss Stock (T), Spängler IQAM Equity Europe (RT), SemperProperty Europe (T), PIA - Select Europe Stock (T), Stoxx® Europe 600 UCITS ETF (DR) 1C, ComStage STOXX® Europe 600 NR UCITS ETF, ComStage MSCI Europe TRN UCITC ETF, Raiffeisen-TopDividende-Aktien (R) (T), ESPA BEST OF EUROPE (T), BAWAG P.S.K. Europa Stock (T)

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Kommentare

  • Keine KESt-Falle
    von REDAKTION am 03.09.2014 um 18:12
    Das stimmt nicht ganz. Die Situation, die Sie schildern, kann nur bei thesaurierenden Fonds eintreten. Da in diesem Fall die Erträge einbehalten werden, fingiert das Steuerrecht eine jährliche Ausschüttung der Erträge, die besteuert werden (man spricht daher von „ausschüttungsgleichen Erträgen“). Daher kann es sein, dass fingierte Erträge besteuert werden, die vor dem Kauf des Fonds angefallen sind. Allerdings werden diese in den fortgeschriebenen Anschaffungskosten berücksichtigt. Beim Verkauf des Fonds wird somit der um diesen Betrag erhöhte Ankaufskurs berücksichtigt, was die Berechnungsbasis für die Kursgewinnsteuer senkt. Somit kommt es zu keiner Doppelbesteuerung. Sie werden allerdings vorzeitig steuerlich belastet, was erst beim Verkauf der Fondsanteile ausgeglichen wird. Ihr Konsument-Team
  • Nur für Experten geeignet - KeSt Falle !!!
    von Brunelleschi am 30.08.2014 um 13:49
    Leider haben Investmentfonds den Nachteil, dass man bis zu 7 Monate nach Ende des Geschäftsjahres mit Kapitalertragssteuer für sogenannte "ausschüttungsgleiche Erträge", die dem vergangenen Jahr angehören belastet wird. Angenommen Sie kaufen im Juli 2014 einen ETF auf den DAX. Da sich der DAX 2013 hervorragend entwickelt hat, sind natürlich die Erträge aus Dividenden und Kapitalerträgen in 2013 entsprechend hoch gewesen. Für diese Erträge werden Sie, obwohl Sie den Fonds erst im Juli 2014 gekauft haben, und damit gar keinen Ertrag in 2013 hatten sondern im Gegenteil den Fonds zu einem um den Ertrag erhöhten Kurs kaufen mussten, durch Ihre österreichische Depotbank mit 25 % Kapitalertragssteuer belastet. Das macht dann schnell ein paar hundert Euro aus. Ähnliches gilt für alle thesaurierenden Investmentfonds. Also Hände weg, wenn Sie sich nicht gut auskennen. Investmentfonds sind keine Alternative für den Sparbuchsparer.
Bild: VKI