Geldanlage: Mini Futures

Keineswegs herzig

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Konsument 10/2008 veröffentlicht: 16.09.2008

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  • Durch Hebeleffekt hochspekulativ
  • Totalverlust möglich
  • Nur für „Spielkapital“ geeignet

  Spekulation für Kleinanleger

Der Handel mit Derivaten wie Optionen und Futures hat sich bislang eher im professionellen Finanzumfeld abgespielt. Um auch mit der breiten Masse der Kleinanleger ins Geschäft zu kommen, sind seit einiger Zeit in Österreich sogenannte Mini Futures erhältlich. Mit beträchtlichem Werbedruck wird auf hohe Ertragsmöglichkeiten bei relativ geringem Kapitaleinsatz hingewiesen.

Totalverlust möglich

Mini-Futures: hohes Verlustrisiko

Der nette Name täuscht: Liegt man mit der Einschätzung der Börsenentwicklung falsch, können die "Minis“ schnell Maxi-Verluste bis fast zum gesamten Kapitaleinsatz einfahren. Wer sich auf dieses riskante Spiel einlässt, braucht daher Sachkenntnis und laufend aktuelle Informationen. Weitere Voraussetzung ist ein Spielkapital, auf das man ohne Reue jederzeit verzichten kann. Für die Altersvorsorge oder den Vermögensaufbau sind diese Produkte jedenfalls absolut ungeeignet.

Long oder Short

Ähnlich wie bei echten Futures (das sind Terminkontrakte auf den zukünftigen Preis einer Ware) geht es auch bei den Mini Futures um die Einschätzung des Börsengeschehens in der Zukunft. Als Spekulationsobjekte (sogenannte Basiswerte) dienen Aktien, Indizes, Rohstoffe, Edelmetalle, Währungen oder Staatsobligationen. Das Finanzhaus BNP Paribas listet beispielsweise mittlerweile rund 5.000 verschiedene Zertifikate.

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo