Geldanlage: unverlangte E-Mails

Schrott-Aktien

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veröffentlicht: 22.03.2012

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Immer wieder preisen unverlangte E-Mails bestimmte Aktien an. Dahinter stecken unlautere Absichten.

„Steigen Sie jetzt ein!“, lockte die E-Mail, die kürzlich Aktien einer Firma MR123 empfahl. In miserablem Deutsch wurden große Erwartungen geweckt: „Aktuelle Pressemitteilung bestatigt sehr gute Ergebnisse und das garantierte Aktienexposure innerhalb kurzester Zeit!“ Der Sitz des Unternehmen ist Limassol (Zypern), der Eigentümer ein Unternehmen auf der Isle of Man, einer bekannten Steueroase.

Nicht wirklich seriös

Gelistet waren die Aktien an der Frankfurter Börse. Name und Wertpapier-Kennnummer waren in seltsamer Form dargestellt: M_R_1 . F - WKN: A1_J J 5 G.

Die Leerzeichen waren wohl kein Zufall. Solche Tricksereien erschweren es, Informationen über dieses Wertpapier im Internet zu suchen. Die Leerzeichen führen bei Suchmaschinen oder auf Börsenseiten in die Irre.
An Unternehmensdaten oder -nachrichten heranzukommen, erwies sich als mehr als schwierig. Immerhin ist es uns gelungen, ein Chart beim Börsendienst www.onvista.de mit der Kursentwicklung der Aktie zu finden. Eine Kursexplosion schaut anders aus.

Sehr aufschlussreich war das gehandelte Volumen: Dieses gibt an, wie viele Aktien den Besitzer wechselten. Hier waren nur geringe Stückzahlen im Handel.

Am Rande der Legalität

Die Aktien dürften ziemlich wertlos gewesen sein. Durch solche Mails sollten Gutgläubige zum Kauf animiert werden. Je mehr Käufer, desto höher der Kurs. Danach wollte der Inhaber (der diese E-Mails wohl auch verschickt hat) diese Aktien teuer verkaufen und Kasse machen. Die Käufer wären dann auf wertlosen Papieren sitzen geblieben. Hier aber dürfte die Spekulation nicht aufgegangen sein. Letzten Meldungen zufolge wurde diese Aktie vom Handel ausgesetzt: www.finanznachrichten.de

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Bild: VKI