Geldanlage: Zertifikate, Schuldverschreibungen

Gewinn ohne Gewähr

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Konsument 5/2006 veröffentlicht: 25.04.2006

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Spekulative Anlage auch für kleinere Beträge

Nur für Anleger mit Grundwissen und Liebe zum Detail

Schuldverschreibungen eines Herausgebers

In den vergangenen zehn Jahren hat sich eine neue Spielart für Privatanleger entwickelt: die Kapitalanlage in Zertifikaten. Wer mit diesem Begriff bisher eher Garantiebestätigungen und Ausbildungsnachweise verband, muss umdenken. In der Finanzwirtschaft versteht man unter Zertifikaten Schuldverschreibungen eines Herausgebers, wie etwa einer Bank. Der Herausgeber legt fest, auf welchen und wie vielen Wertpapieren das Zertifikat basieren soll.

Investiert wird in Wertpapiere

Investiert wird dann nicht in die jeweils zu Grunde liegenden Wertpapiere, sondern eben in das Zertifikat, das bescheinigt, dass Ihnen der Herausgeber den von Ihnen investierten Anteil schuldet. Der Ertrag des Zertifikats hängt davon ab, wie sich die zu Grunde liegenden Wertpapiere entwickeln. In den Geschäftsbedingungen ist festgelegt, wie sich eine Veränderung des Basiswertes auf den Wert des Zertifikates auswirkt.

Volles Gläubigerrisiko

Für die Anleger bringen Zertifikate den Vorteil, dass sie dadurch auch in Märkte und Wertpapierbereiche investieren können, die ihnen sonst mangels großen Kapitals verschlossen blieben. So kann sich beispielsweise auch ein Kleinanleger an der Entwicklung einer bestimmten Börse beteiligen. Außerdem lässt sich das Risiko streuen, wenn nicht nur in ein, sondern gleich in mehrere Wertpapiere auf einmal investiert wird. Zertifikate können also auch dann interessant sein, wenn man aufgrund seiner Vermögenslage nicht mehrere Aktienpositionen halten kann oder will.

Gleichzeitig müssen Sie sich aber immer bewusst sein, dass es sich um Risikopapiere handelt, die je nach Ausgestaltung mittel bis hoch spekulativ sind.

Bonität bei Ratingagenturen erfragen

Außerdem werden Sie durch die Investition in eine Schuldverschreibung zum Gläubiger – mit dem Risiko, dass Ihr Schuldner Pleite gehen kann und Sie komplett um Ihr Investiertes umfallen. In der Praxis ist dieses Risiko zwar gering, weil es sich bei den Zertifikate-Emittenten vorwiegend um solide Banken handelt. Aber es gibt daneben auch eine Reihe von nicht börsennotierten Herausgebern. Über deren Bonität sollten Sie sich vor einer Investition am besten bei internationalen Ratingagenturen wie Standard & Poor’s ( www.standardandpoors.com ) oder Moody’s ( www.moodys.com ) informieren!

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Bild: VKI