Hadrian Jewellery

Doch kein Schnäppchen

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Konsument 1/2010 veröffentlicht: 10.12.2009

Inhalt

Ein Fall für "Konsument": Aus unserer Beratung - Fälle, die wir erledigen konnten und solche, bei denen wir nichts erreichen konnten. Diesmal: Hadrian Jewellery verkaufte eine Goldkette unter falschen Angaben.

Frau Kadolz nahm während ihres  Türkeiurlaubs an einem vom Reiseveranstalter  organisierten Tagesausflug  nach Antalya teil. Dort besuchte sie  gemeinsam  mit ihrer Gruppe und dem  Reiseleiter das Schmuckgeschäft Hadrian  Jewellery.

Ein gutes Geschäft 

Ein Verkäufer bot Frau Kadolz  eine Goldkette an („Handarbeit“, „günstig“  …), und als er noch einen Rabatt in  Aussicht stellte, ließ sie sich zum Kauf  hinreißen: Die Kette kostete 700 Euro.  Frau Kadolz zahlte 200 Euro an und war  überzeugt, ein gutes Geschäft gemacht  zu haben. Zu Hause kamen ihr Zweifel. 

Wertschätzung der Kette

Sie ließ das Schmuckstück von einem  Juwelier  begutachten. Er schätzte den Goldwert auf maximal 100 Euro, den  Wert des Schmuckstücks auf höchstens  200 bis 300 Euro. Zudem stellte er fest,  dass die Kette maschinell erzeugt worden  war. Und: In der Prägung war als  Herkunftsland Italien angegeben. Frau  Kadolz war empört. Sie forderte Hadrian  Jewellery schriftlich auf, die Kette zurückzunehmen  und die Anzahlung zu  retournieren.  Als sie zwei Monate später  noch immer keine Antwort erhalten  hatte,  bat sie uns um Unterstützung.

Übergabe in Wien 

In  unserem Interventionsschreiben wiesen  wir Hadrian Jewellery darauf hin, dass  der mit Frau Kadolz abgeschlossene  Vertrag  nach türkischem Recht in mehrfacher Hinsicht anfechtbar,  Hadrian  Jewellery  daher zur Rückerstattung des  Geldes verpflichtet sei und auch die Kosten  für die Rücksendung der Kette zu  übernehmen habe. Hadrian Jewellery  war erst monatelang nicht zur Rückzahlung  bereit, lenkte dann aber ein:  Die Übergabe von Geld und Kette sollte  ausnahmsweise im Europäischen Verbraucherzentrum  Wien stattfinden. Ein  halbes Jahr, nachdem Frau Kadolz die  Kette erworben hatte, war es dann so weit.  Ein Mitarbeiter von Hadrian Jewellery  retournierte  Frau Kadolz die 200 Euro  und übernahm das Schmuckstück.

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