Haushaltsversicherungen (Marktübersicht)

So wird´s günstiger!

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Konsument 12/2007 veröffentlicht: 06.11.2007

Inhalt

  • Hohe Prämie heißt nicht bester Schutz
  • Sparen: Glasbruch raus, Selbstbehalt rein
  • Versicherungssumme regelmäßig überprüfen

Was die Haushaltsversicherung umfasst

Jeder kennt sie, fast jeder hat sie, und das nicht zu Unrecht, deckt die Haushaltsversicherung doch gleich zwei existenzbedrohende Risiken ab: einerseits den Verlust von allem, was einem in den eigenen vier Wänden lieb und teuer ist (Hausrat), und andererseits Schäden, die man unabsichtlich verursacht und die Schulden bis ans Lebensende nach sich ziehen können (private Haftpflicht).

Feuer, Blitz, Sturm und Wasser

"Konsument" hat im Auftrag der Arbeiterkammer Haushaltsversicherungen unter die Lupe genommen. Eine Haushaltsversicherung umfasst alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Entstehen Schäden durch Feuer, Blitzschlag, Sturm und Leitungswasser, durch Einbrecher oder ungeschicktes Hantieren mit Glas, durch Hagel, Schneedruck, Felssturz, Steinschlag oder Erdrutsch, so kann Ersatz durch die Haushaltsversicherung eingefordert werden. Im Gegensatz dazu deckt die Eigenheimversicherung Schäden am Gebäude selbst.  In der Privathaftpflicht mitversichert sind Partner und Kinder, aber auch Kleintiere wie zum Beispiel Katzen oder Vögel; Hunde sind bei manchen Anbietern inkludiert, bei anderen extra zu versichern.

Polizze aktualisieren

Wichtig bei der Haftpflichtversicherung ist, dass die Versicherungssumme stimmt. Vor allem bei länger bestehenden Verträgen liegt sie manchmal sehr niedrig (200.000 Euro oder noch weniger). Empfehlenswert sind aber mindestens 750.000 Euro. Falls Sie eine noch nicht aktualisierte Polizze haben, sollten Sie sie – meist gegen eine geringe Mehrprämie – auf diesen Stand bringen lassen.

Risiko immer neu bewerten

Generell sollte man seine Haushaltsversicherungspolizze regelmäßig, etwa alle zwei Jahre und am besten mithilfe eines Maklers, überprüfen. Denn wie sich bei unserem Polizzencheck („Konsument“ 10/2007) zeigte, sind viele Österreicher nicht richtig versichert. Entweder wird die Versicherungssumme von Beginn an falsch gewählt oder Haushaltsversicherungen laufen über viele Jahre, in denen sich das sogenannte versicherte Risiko oft beträchtlich ändert.

Und es wird vergessen, die Polizze an Risikoerhöhungen (etwa durch Um- und Zubauten oder durch Neuanschaffungen) oder Risikominderungen (z.B. durch den Einbau von Sicherheitstüren oder Alarmanlagen) anzupassen. Dann kommt es entweder zu einer Unterversicherung (und im Schadensfall auch zu einer entsprechend geringeren Entschädigungssumme) oder man zahlt zu viel Prämie (und erhält im Schadensfall trotzdem nur eine dem tatsächlichen Wert entsprechende Entschädigung).

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Bild: VKI