Hubschraubertransport

Wider Willen

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KONSUMENT 11/2013 veröffentlicht: 24.10.2013

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Nach einem Bergunfall wird der Rettungshubschrauber angefordert. Die ebenfalls anwesende Bergrettung verweigert daraufhin den möglichen ­Transport. Die Betroffene blieb auf hohen Rechnungen sitzen.

Der Fall

Eine 64-jährige Dame stürzt beim Wandern auf der Alm und zieht sich einen Unterschenkelbruch mit starker Verschiebung zu. Ihre Begleitperson informiert die Einsatzzentrale des Roten Kreuzes. Diese kündigt einen Rettungshubschrauber an. Die verletzte Frau ahnt, dass erhebliche Kosten auf sie zukommen könnten. Da der Unfallort über einen Forstweg erreichbar ist und der Transport auch mit einem allradgetriebenen Wagen erfolgen könnte, lehnt sie den Transport mit dem Hubschrauber ab.

Tatsächlich trifft ein Geländefahrzeug der Bergrettung ein, die ebenfalls zur Unfallstelle geschickt worden war. Die Bergrettung lehnt die Bitte der Verletzten um einen Transport mit der Begründung ab, dass der Hubschrauber bereits zu hören sei. Sie transportiert die Verletzte lediglich bis zum Landeplatz des Hubschraubers. Einige Wochen später erhält die Patientin vom Bergrettungsdienst eine Rechnung über 94,50 Euro sowie eine Rechnung der Christophorus Flugrettung in Höhe von 4.872 Euro.

Die Intervention

Die betroffene Frau ist Mindestpensionistin, sie sieht sich mit einer derart hohen Rechnung überfordert und wendet sich an die Kärntner Patientenanwaltschaft. Diese versucht in zahlreichen Telefonaten und umfangreichem Schriftverkehr sowohl mit der Flugrettung als auch mit der zuständigen Gebietskrankenkasse, eine Übernahme der Kosten zu erreichen.

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Bewertung

Wertung: 1 von 5 Sternen
1 Stimme

Kommentare

  • Bergwacht/Bergrettung ...
    von REDAKTION am 31.10.2013 um 14:57

    Wir haben nochmals nachrecherchiert. Tatsächlich war, entgegen der urspünglichen Information, die Bergrettung vor Ort und nicht die Bergwacht. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen und korrigieren den Artikel entsprechend.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • Bergwacht...
    von anm am 26.10.2013 um 00:19
    In diesem Artikel wird immer von der Bergwacht gesprochen. Sollte wirklich die Bergwacht vor Ort gewesen sein, ist klar, dass diese keinen Patiententransport übernimmt, da es sich hierbei um Aufsichtsorgane handelt, die für Umweltschutz, Einhaltung des Campinggesetzes etc. zuständig sind. Für rettungsdientliche Einsätze in den Bergen ist die Bergrettung zuständig. Sollte diese vor Ort gewesen sein, ist immer noch der Schweregrad der Verletzung fraglich. In den Medien wird bei jeder Fraktur bereits von schwerer Verletzung gesprochen - auch wenn es sich um eine Nasenbeinfraktur handelt. Eine Fraktur des Unterschenkels ist meiner Meinung im alpinen Gelände schon als schwer einzustufen und durchaus mit einem NAH (Notwrzthubschrauber) abzutransportieren - logischerweise mit Einverständnis des Patienten. Was auch oft manchem Patienten nicht klar ist - der NAH kommt nicht hin, macht eine Schmerztherapie und fliegt wieder, da dank Schmerzmitteln der Abtransport bodengebunden möglich ist. Der Arzt hat die Verantwortung für den Patienten und nimmt diesen in Folge dann auch mit.
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo