Hundespielzeug, Schiffsfonds, Energiekosten-Stop

Ein Kommentar von Chefredakteur Gerhard Früholz

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KONSUMENT 11/2013 veröffentlicht: 24.10.2013

Inhalt

Vorsicht bei Hundespielzeug, kein getestetes Produkt ist giftstofffrei. AWD haben wir zu einem guten Ende gebracht. Nun entpuppen sich Schiffs- und Immobilienfonds als Anlegerpleite. Unsere Aktion Energiekosten-Stop zeigt Wirkung, denn im Energiemarkt tut sich einiges. - Ein "Intern" von Chefredakteur Gerhard Früholz.

Gerhard Früholz (Bild: Wilke) 
E-Mail: Chefredakteur
Gerhard Früholz

Hundespielzeug: Wir schlagen Alarm

Kein einziges untersuchtes Hundespielzeug ist frei von Giftstoffen. Das ist das ernüchternde Fazit unserer Untersuchung von 18 Produkten (Test: Hundespielzeug Schadstoffe 11/2013). Sie enthalten in großen Mengen krebsauslösende Substanzen. Besonders bedenklich: Viele der bunten Püppchen und Bälle sehen aus wie Kinderspielzeug, die Verwechslungsgefahr ist groß.

Höchste Zeit für verbindliche Grenzwerte, wie es sie für andere Produktgruppen schon gibt, zum Beispiel für Autoreifen. Zum Vergleich: Der Grenzwert für die gefährlichen PAKs (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) in Reifen wurde beim getesteten Hundespielzeug in allen Fällen um ein Vielfaches überschritten, einmal sogar um mehr als das Tausendfache!

Schiffsfonds: Wir helfen Geschädigten

Kaum ist der Fall AWD zu einem guten Ende gebracht, ist unsere Rechtsabteilung mit der nächsten Flut von Anlegerbeschwerden befasst. Diesmal sind es riskante Schiffs- und Immobilienfonds, die gutgläubigen Konsumenten unter dubiosen Umständen als ebenso attraktive wie sichere Anlage aufgeschwatzt wurden. Jetzt stehen viele Anleger mit großen Verlusten da. Bemerkenswert: Nicht provisionsgetriebene Finanzstrukturvertriebe, sondern namhafte Geldinstitute haben diese Produkte verkauft. Der Gesamtschaden dürfte bei 350 bis 700 Millionen Euro liegen. Mehr dazu im Bericht Schiffs- und Immobilienfonds: Anleger geschädigt 11/2013.

Energiekosten-Stop: Wir mischen den Energiemarkt auf

Unsere Ende September 2013 gestartete Aktion Energiekosten-Stop ist voll angelaufen. Unter dem Motto "Gemeinsam weniger zahlen" organisieren wir eine Einkaufsgemeinschaft von wechselwilligen Strom- und Gaskunden. Nahezu zeitgleich zum Aktionsbeginn kündigten einige Energieanbieter von sich aus geringfügige Preissenkungen an. Mehr als Zufall?

Wenn der Wettbewerb in Schwung kommt, haben Sie, liebe Konsumentinnen und Konsumenten, daran den größten Anteil: Knapp 80.000 Interessenten haben sich bereits angemeldet (Stand: Mitte Oktober 2013). Je mehr es werden, desto deutlicher das Signal an die Anbieter. Anmeldungen sind noch bis 16.12.2013 möglich. Alle Infos zur Aktion finden Sie im Bericht Energiekosten stoppen mit dem VKI 11/2013 bzw. auf www.energiekostenstop.at.

Gerhard Früholz
Chefredakteur

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