Immobilien zur Eigennutzung

Geldanlage in der Krise

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veröffentlicht: 19.01.2015

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Immobilien sind Sachwerte. Sie bieten ein gewisses Maß an Wertbeständigkeit und Inflationsschutz.

Beurteilung

Sicherheit hoch bis sehr hoch
Renditechancen hoch
Kosten moderat
Liquidität niedrig
Komplexität, Handhabung, Bequemlichkeit mittel
Mindestveranlagung 1/3 des Kaufpreises
Anteil am Portfolio -

Immobilien vermitteln, insbesondere in Krisenzeiten, ein Gefühl der Sicherheit, weil zumindest das Dach über dem Kopf gewährleistet ist und man nicht vom guten Willen eines Vermieters abhängt. Dafür fallen aber vielleicht über Jahrzehnte Kreditzahlungen an. Außerdem entspricht es nicht jedermanns Lebensbedürfnissen und -umständen, sich mit einer Immobilie an einen Ort zu binden; ganz abgesehen davon, dass sich Lebensumstände rasch ändern können. Hier bietet Immobilieneigentum wenig Flexibilität.

Langfristiger Werterhalt

Vom Anlage- und Kostenstandpunkt her schneidet man mit dem Kauf einer Immobilie, die man selbst zum Wohnen nutzt, langfristig besser ab als mit Miete, weil man sich dadurch eine Wertanlage schafft, die auch Kindern und Enkelkindern noch zugute kommen kann. Außerdem sind die Fixkosten im Alter niedriger, sofern man sich als Eigentümer regelmäßig um eine entsprechende Instandhaltung und Sanierung gekümmert hat. Wichtig ist in jedem Fall, dass die Finanzierung des Immobilienerwerbs spätestens zum Pensionsantritt abgeschlossen ist. Eine völlig andere Sache ist der Erwerb einer oder mehrerer Immobilien, um sie zu vermieten. In diesem Fall ist mit einem deutlich höheren Aufwand und auch mit verschiedenen Risiken zu rechnen.

Sicherheit

Grund und Boden war und ist eine der besten Investitionen; vor allem, wenn man sie zur eigenen Nutzung erwirbt. Nachteilig aus dem Blickwinkel des Wiederverkaufs sind allerdings eine insgesamt schlechte Lage (schlechte Verkehrsanbindung, laute, gefährliche Wohngegend oder Ähnliches), aber auch zu große oder zu eigenwillig geplante Objekte. Hier kann es unter Umständen passieren, dass der Verkaufspreis nicht dem entspricht, was man hineingesteckt hat.

Höher ist das Risiko eine Kapitalausfalls bei Immobilien zur Vermietung: Zum einen kann es zu Leerständen oder zu Problemen mit Mietnomaden kommen, die den kalkulierten regelmäßigen Mietertrag gefährden. Zum anderen besteht wenig Risikostreuung, da in einer Immobilie viel Kapital unflexibel gebunden ist. Muss man ein Wohn- oder Hauseigentum wegen finanzieller Notlage rasch verkaufen, ist das oft nur mit Verlusten möglich.

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