Immobilienmakler: Provision

Wohnungsverkauf

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Konsument 5/2010 veröffentlicht: 15.04.2010

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Ich möchte meine Wohnung verkaufen. Die Käufer übernehmen dabei auch die laufende Wohnbauförderung sowie ein Darlehen, das noch einige Jahre zurückzuzahlen ist. Die Maklerin will für ihre Provision nicht nur den vereinbarten Kaufpreis heranziehen, sondern auch Wohnbauförderung und Darlehen. Dadurch ergäbe sich statt einer Verkaufssumme von 83.000 Euro ein Gesamtbetrag von etwas mehr als 130.000 Euro, von dem die Provision berechnet würde. Ist diese Vorgangsweise korrekt? - In unserer Rubrik "Tipps nonstop" stellen Leser die Fragen und unsere Experten geben Antwort - hier Veronika Schmidt.

Veronika Schmidt (Bild: Ehrensberger)
Veronika Schmidt

Ja. Die Provision wird nämlich vom Gesamtkaufpreis berechnet, und der besteht in diesem Fall nicht nur aus der Barzahlung, sondern auch aus den übernommenen Darlehen. Diese sind daher bei der Berechnung ebenfalls zu berücksichtigen. Noch ein Hinweis: Je nach Bundesland gibt es unterschiedliche Regelungen. Nicht überall ist die Vermittlung geförderter Wohnungen durch Makler erlaubt. Daher sollte man sich beim jeweiligen Amt der Landesregierung danach erkundigen.

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Kommentare

  • Viel zu teure Maklerprovisionen !
    von Monza am 22.04.2010 um 23:52
    Es ist höchste Zeit, dass der Gesetzgeber die Maklerprovisionen kürzt. 3,6 Prozent vom Verkäufer plus zusätzlich 3,6 Prozent vom Käufer (effektiv m. Steuer) sind für einen Makler zu löhnen! Jeder Autohändler trägt ein größeres Risiko, zB. dass er auf dem Wagen sitzen bleibt u. auch das Risiko, dass er Gewährleisten muss. Trotzdem traut sich ein Makler bei einem 300.000,- Euro Haus, effektiv 21.600,- Euro zu verlangen? Dafür muss unser eins einige Jahre sparen! Und weil es so ein lukratives Geschäft ist, gibts immer mehr Immobilenmakler. Die sind natürlich intressiert möglichst hochpreisig zu verkaufen, was den Immobilienmarkt künstlich verteuert. Außerdem hatte ich schon Kontakt mit Maklern, die zwischenzeitlich auch Baugrundpreise puschen. Kurzum höchste Zeit für den Gesetzgeber: Makler "Ja" der österreichische Provisionswucher muss aber schleunigst auf den Europadurchschnitt gesenkt werden.
Bild: VKI