Inkassokosten

Internetprovider

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Konsument 4/2004 veröffentlicht: 17.03.2004, aktualisiert: 22.03.2004

Inhalt

Ich war Kunde bei einem Internetprovider. Leider habe ich öfter aufs Bezahlen der Rechnungen vergessen. Dann kam eine Zahlungsaufforderung vom Kreditschutzverband. Daraufhin kündigte ich den Vertrag und bekam auch eine Abmeldungsbestätigung. Jetzt bekomme ich ...

... immer wieder Mahnungen über einzelne Monatsbeträge. Dadurch übersteigen die Spesen schon den eigentlichen Rechnungsbetrag. Kann ich mich gegen diese Kostentreiberei wehren?

Die eigentlichen Schulden müssen Sie natürlich bezahlen. Allerdings darf der Gläubiger gemäß § 1333 Absatz 3 des Allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuches nur jene Kosten als Schadenersatz verlangen, die bei „notwendigen und zweckmäßigen außergerichtlichen Betreibungsmaßnahmen“ anfallen. Der Provider könnte die fälligen Beträge nach Beendigung der Geschäftsbeziehung wohl gesammelt in Rechnung stellen und diesen Betrag vom Kreditschutzverband einfordern lassen. Eine Serie von Einzelrechnungen erscheint uns keine zweckmäßige Betreibung und die Kosten dafür nicht ersatzfähig. Wir raten, diesen Rechtsstandpunkt dem Provider schriftlich mitzuteilen.

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