Internet: E-Mails mit Jobangeboten

Beihilfe zur Geldwäsche

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veröffentlicht: 05.05.2010

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Über 260.000 Menschen sind derzeit in Österreich arbeitslos. Vielen von ihnen muss das E-Mail, das uns kürzlich erreichte, wie ein Hoffnungsschimmer erscheinen: „wir suchen zur Zeit aktive Mitarbeiter fuer lang und kurzfristige Arbeit in den Bereich Testeinkaufer und Kurier landesweit“ stand da in holprigem Deutsch zu lesen.

Vorsicht, Geldwäsche!

Die Voraussetzungen wurden als gering dargestellt: Computergrundkenntnisse, (Internet, E-mail, Drucken), volljährig, telefonisch erreichbar, zuverlässig und genau. Nichts verraten wurde jedoch über das Unternehmen und die genaue Tätigkeit. Genau beziffert wurde aber der Verdienst, nämlich 1150 Euro netto monatlich – und zwar für zwei bis drei Stunden täglicher Arbeit! Das ist wohl zu schön, um echt zu sein.

In Wahrheit dürfte es sich um Beihilfe zur Geldwäsche handeln. Kriminelle erschleichen sich durch fingierte E-Mail-Anfragen oder Spionage-Software (Trojaner) die Zugangsdaten zu fremden Bankkonten. Dann können sie auf fremde Konten zugreifen und Überweisungen tätigen.

Ahnungslose Helfer

Dabei brauchen die Gauner aber ahnungslose und gutgläubige Helfer, an die das Geld überwiesen wird, um es „weiß zu waschen“. Und genau die werden mittels derartiger E-Mails gesucht. Und es wirkt ja auch bei flüchtigem Hinsehen harmlos: Geldbeträge, die regelmäßig auf dem eigenen Girokonto eingehen, an ein anderes Konto weiter leiten  -  was kann daran schon bedenklich sein ? Eine krasse Fehleinschätzung: Hier handelt es sich um Beihilfe zur Geldwäsche, und die wird rigoros verfolgt und geahndet. 

So hat es auch schon in Österreich deswegen Verurteilungen gegeben. Die Beteuerung, dass man vom kriminellen Hintergrund nichts gewusst hat, nützt vor Gericht nichts. Daher warnen wir dringend davor, auf solche E-Mails zu reagieren.

Tipps gegen Phishing

  • Geben Sie niemals Ihre PIN- und TAN Codes weiter! Banken, aber auch Kreditkartenfirmen und andere Finanzdienstleister verschicken keine E-Mails, in denen zur Bekanntgabe von Geheimzahlen aufgefordert wird. Solche Mails sind sicher gefälscht.  
  • Sehen Sie Arbeitsofferte kritisch. Wenn Ihnen für ein paar Stunden Arbeitszeit 1000 Euro monatlich versprochen werden, kann das nicht seriös sein. Löschen Sie solche Mails und antworten Sie nicht darauf.
  • Virenschutzprogramme und Firewalls sollten auf Ihrem Computer installiert sein und regelmäßig automatisch aktualisiert werden (Update).

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Bild: VKI