Investmentfonds: Depotspesen (Marktübersicht)

Vorsicht Spesenritter

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Konsument 11/2006 veröffentlicht: 10.10.2006

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Die Spesenbelastung entscheidet über Gesamtertrag. Es summieren sich viele kleine Einzelpositionen. Fonds sollten Sie über einen längeren Zeitraum halten.

Spesen schmälern den Ertrag

Der Ertrag eines Investmentfonds hängt nicht nur von seiner Performance ab. Auch die Spesenbelastung entscheidet über den Gesamtertrag. Zumal die Spesensätze recht unterschiedlich sind. Die Suche nach günstigen Anbietern lohnt sich also. Viele kleine Einzelpositionen können die Nettorendite in Summe beträchtlich schmälern.

Offene und verdeckte Kosten: Während Ausgabeaufschlag und Managementgebühren als Nebenkosten weitgehend bekannt sind, erleben viele Anleger spätestens bei der ersten Abrechnung eine Überraschung. Auch die Verwahrung im Depot kostet extra. Weiters können noch Kosten für das Verrechnungskonto und den An- und Verkauf der Fondsanteile anfallen. Auf die fondsinternen Kosten wie Management- oder Verwaltungsgebühren hat der Anleger allerdings keine Einflussmöglichkeit.

Erster Brocken Ausgabeaufschlag

Ausgabeaufschlag: Der zunächst größte Spesenbrocken beim Fondskauf ist der Ausgabeaufschlag. Dieser wird dem Ausgabepreis in Form eines prozentuellen Aufschlags zugerechnet. Er beträgt bei Aktienfonds meist bis zu fünf Prozent, bei Anleihenfonds sind zwischen zwei und drei Prozent üblich. Am geringsten ist der Aufschlag bei Geldmarktfonds. Werden die Fondsanteile wieder verkauft, wird lediglich der Rücknahmepreis (= Ausgabepreis abzüglich Aufschlag) vergütet.

Rabatte sind verhandelbar

Rabatte auf den Ausgabeaufschlag sind verhandelbar, insbesondere bei größeren Anlagesummen. Für „hauseigene“ Fonds, damit sind Produkte aus dem eigenen Finanzkonzern gemeint, können geringere oder gar keine Aufschläge verlangt werden. Vorsicht bei „No-Load-Fonds“: Diese verzichten auf einen Aufschlag, stellen aber gerne höhere Managementgebühren in Rechnung. Auch Rücknahmegebühren können hier anfallen.
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Diese Erhebung wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Bei Konsumentenproblemen mit Unternehmen in anderen EU-Staaten steht Ihnen die Europäische Verbraucherberatung zur Verfügung: Tel.: 0810 810 225 aus ganz Österreich zum Regionaltarif.

Informationen finden Sie auch auf www.europakonsument.at .

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Bild: VKI