Investmentfonds im Dauertest: Rohstoff-Aktienfonds - Top five

Boom bei Rohstoffen

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Konsument 5/2008 veröffentlicht: 08.04.2008

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  • Rohstoffe boomen derzeit
  • Hohe Gewinne und hohe Verluste möglich
  • Sehr unterscheidliche Performance

Schöne Gewinne am Rohstoffmarkt

Die Finanzmärkte erleben zurzeit eine Krise. Auch sichere Rentenfonds bringen keine Superrenditen. Einen Bereich gibt es aber, wo Anleger in den letzten Jahren schön verdienen konnten: die Rohstoffmärkte. Viele Staaten, die wie China und Indien früher zur „Dritten Welt“ zählten, haben ihre Industrieproduktion massiv ausgebaut. Das heizt die Nachfrage nach Rohstoffen an. Für die Suche nach neuen Lagerstätten und die Förderung sind aber hohe Investitionen nötig. Die Rohstoffproduzenten können daher die Nachfrage nicht kurzfristig durch eine Erhöhung der Fördermengen ausgleichen. Dies lässt die Preise stark ansteigen.

Gute Nerven gefragt

Anleger können beim Boom in unterschiedlicher Form partizipieren. Rohstoffderivate sind eine sehr riskante Möglichkeit. Vereinfacht gesagt handelt es sich um Wetten auf steigende oder fallende Preise.

Zertifikate

Eine andere Möglichkeit sind strukturierte Investments, auch Zertifikate genannt. Hier kommt zu den Unvorhersehbarkeiten der Marktentwicklung noch die Ausgestaltung der Produkte dazu, die man im Blick haben muss, ehe man sich für dieses Produkt entscheidet. Dem gegenüber steht der Vorteil, dass sich Profis um die Veranlagung kümmern. Ungemanagte Zertifikate gibt es ebenfalls, hier hängt die Performance von der Entwicklung des jeweiligen Index ab.

Akten und Aktienfonds

Aktien von Rohstoffproduzenten und Rohstoff-Aktienfonds sind weitere Möglichkeiten. Bei Investmentfonds ist das Risiko breiter gestreut als beim „direkten“ Aktienkauf. Bei beiden Varianten entscheiden nicht nur die Rohstoffpreise über die Rendite, sondern auch die Entwicklung der Unternehmen, in die investiert wird, spielt eine Rolle. Ändern sich die Rohstoffpreise, wirkt das als Hebel, wie folgendes Beispiel zeigt: Der Preis von Rohstoff X steigt um 10 Prozent von 500 auf 550 Euro. Die Gestehungskosten von 400 Euro bleiben aber gleich hoch. Der Produzent verzeichnet dadurch einen Gewinnanstieg von 100 auf 150 Euro oder 50 Prozent! Allerdings wirkt dieser Hebel auch in umgekehrter Richtung.

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