Kfz-Haftpflicht

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Konsument 4/2009 veröffentlicht: 03.04.2009

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  • Ein Tarifvergleich kann sich lohnen
  • Große Unterschiede bei vergleichbaren Polizzen
  • Monatliche Zahlung vermeiden
  • Selbst vorsichtigste Fahrer sind davor nicht gefeit: Ein kleiner Moment der Unachtsamkeit, Glatteis auf der Fahrbahn oder ein abrupt abbremsender Vordermann – schon kracht es. Im günstigeren Fall lassen sich die Schäden am „gegnerischen“ Fahrzeug oder an einem Gartenzaun mit ein paar Hundert Euro aus der Welt räumen. Weil heute aber auch vermeintlich kleine „Buserer“ oft größere Arbeiten erfordern, liegen die Schadenssummen häufig im Tausenderbereich und aufwärts. Wenn noch dazu Personen verletzt wurden, können die Entschädigungszahlungen existenzbedrohende Ausmaße annehmen.

    Um dem vorzubeugen und vor allem um sicherzustellen, dass Geschädigte auch dann etwas erhalten, wenn sie von einem mittellosen Unglückslenker „abgeschossen“ wurden, muss jeder Fahrzeughalter eine Kfz-Haftpflichtversicherung abschließen. Ohne Versicherung keine Kennzeichen – so schreibt es das Gesetz vor. Versichert ist dann übrigens nicht nur derjenige, dem das Auto gehört, sondern auch jeder, der mit dessen Einverständnis damit fährt, den Lenker einweist oder im Auto sitzt.

    6 Millionen Euro Mindest-Deckungssumme

    Der Mindest-Deckungsschutz liegt per Gesetz bei 6 Millionen Euro. Das heißt, wenn es kracht, haftet der Versicherer für Personenschäden mit mindestens 5 Millionen, für Sachschäden mit mindestens einer Million und für Vermögensschäden mit weiteren 60.000 Euro. Für das Gros der Versicherungsfälle reicht das. Allerdings werden die Unfallfolgen angeblich immer schwerwiegender; vor allem bei Massenkarambolagen oder schweren Unfällen mit Personenschäden ist die Obergrenze bald erreicht.

    Zählt man zu den statistisch wenigen Unglücksraben, die in einen derartigen Megacrash verwickelt werden, so kann das bittere Folgen haben: Geschädigte bekommen möglicherweise nicht den gesamten Schaden ersetzt, weil beim Unfalllenker nicht genug zu holen ist; und die Schädiger schlittern so vielleicht ins finanzielle Nichts, weil sie über die Deckungssumme hinaus mit ihrem gesamten Hab und Gut haften. Alle Versicherer bieten mittlerweile höhere Deckungssummen an, meist mit vergleichsweise geringen Auswirkungen auf die Prämie.

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