Kfz-Rechtsschutzversicherungen

Nur nach Bedarf

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Konsument 10/2007 veröffentlicht: 19.09.2007

Inhalt

  • Was Sie wirklich brauchen
  • Auf Ausschlüsse achten
  • Selbstbehalt nicht sinnvoll

Kosten bei Konfliktsituationen

Rechtsschutzversicherungen zählen nicht zum absoluten Pflichtbestand eines Haushalts wie etwa die private Haftpflichtversicherung, der Schutz gegen Unfall und Berufsunfähigkeit oder – wenn Angehörige zu versorgen sind – eine Risikolebensversicherung. Dennoch sind sie beliebt: Nahezu jeder zweite Österreicher besitzt eine Polizze. Sie soll gewährleisten, dass in Konfliktsituationen mit Vermietern oder Arbeitgebern, nach Verkehrsunfällen, bei Auseinandersetzungen mit Nachbarn oder Handwerkern sowie anderen Fährnissen des Alltags wenn schon nicht der Ärger, so doch zumindest die mit einem Rechtsverfahren einhergehende finanzielle Belastung gemindert wird. Üblicherweise gedeckt sind die Kosten für den eigenen und den gegnerischen Anwalt, Gerichts- und Sachverständigengebühren und meist auch juristische Beratungsleistungen.

Pakete passen nicht immer

Im Auftrag der Arbeiterkammer Wien haben wir die Angebote der 20 österreichischen Rechtsschutzversicherer unter die Lupe genommen. Offeriert werden unterschiedlichste Einzel- und Paketlösungen, direkte Vergleiche sind praktisch nicht möglich. Um das Angebot ein wenig einzugrenzen, beziehen wir uns hier auf die am weitesten verbreitete Sparte, die Kfz-Rechtsschutzversicherung. Vieles davon gilt aber unverändert auch für alle anderen Teilbereiche der Rechtsschutzversicherung. So zum Beispiel die Tatsache, dass Sie sich selbst erst einmal im Klaren sein müssen, was Sie versichern möchten, bevor Sie einen Rechtsschutzvertrag abschließen (siehe Kasten „ Sinnvoll oder nicht? “). Zwar gibt es Komplettpakete, aber unter Umständen brauchen Sie gar nicht alles, was darin enthalten ist; oder – was durchaus nicht ausgeschlossen ist – die für Sie relevanten Risikobereiche sind erst recht wieder nicht gedeckt.

Um zumindest eine gewisse Vergleichbarkeit zu ermöglichen, haben wir die Angebote der 17 Versicherer, die an der Erhebung teilnahmen, nach ihrem Leistungsumfang gereiht.

Beratung empfehlenswert

Um sinnvoll versichert zu sein, reicht es jedenfalls nicht, sich einzelne Bausteine auszusuchen. Sie müssen auch die darin enthaltenen Ausschlüsse und Einschränkungen kennen, und derer gibt es viele. So wird zum Beispiel nicht bezahlt bei Geldstrafen, wenn Sie ohne vorheriges Einverständnis des Versicherers einen Anwalt beauftragen oder wenn mitversicherte Personen untereinander Ansprüche geltend machen.

 

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