Lebensversicherung: Er- und Ableben

System auf der Kippe

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KONSUMENT 6/2013 veröffentlicht: 29.05.2013, aktualisiert: 25.07.2013

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Klassische Lebensver­sicherungen werden für Konsumenten immer mehr zum Verlustgeschäft. Daran wird sich auch so schnell nichts ändern. Was ist passiert?

In deutschen Medien wird schon recht offen benannt, was hierzulande noch weitgehend unter dem Motto „Wird schon wieder“ läuft: „Lebensversicherungen geraten in Existenznot“ heißt es da, oder „Sechs Lebensver­sicherer legen ihr Neugeschäft still“ – und ziemlich konkret: „Todesmelodie“.

Er- und Ablebensversicherung: im Detail undurchschaubar

Was ist passiert, dass ein Produkt, das über Jahrzehnte zur Standardausrüstung in deutschen und österreichischen Versicherungsmappen gehörte und vielen Versicherten auch schöne Profite brachte, so absackte? Die Antwort darauf liegt im System „Er- und Ablebensversicherung“ selbst, das auf den ersten Blick recht einfach wirkt, im Detail aber höchst undurchschaubar ist.

Garantierter und prognostizierter Teil

Die wichtigsten Parameter sind weitgehend bekannt: Die Anleger zahlen entweder einen größeren Einmalbetrag oder regelmäßig kleinere Prämien ein. Dafür wird neben dem Ablebensschutz ein garantierter Zins ("Garantie-/Rechnungszins") zugesichert, der bei Ablauf der Lebensversicherung auf jeden Fall ausgezahlt werden soll. Damit das gewährleistet ist, müssen die Versicherer einen Teil der veranlagten Gelder nach strengen gesetzlichen Vorschriften in einen sogenannten Deckungsstock einzahlen. Dieser besteht zumeist aus festverzinslichen Anleihen, Pfandbriefen, Hypotheken, Grundstücken, Schuldverschreibungen und anderen relativ sicheren Anlagen, nur zu einem geringen Teil aus Aktien.

Darüber hinaus wird den Versicherten eine Gewinnbeteiligung in Aussicht gestellt, die je nach Kapitalmarktentwicklung unterschiedlich hoch ausfallen kann und auf die es keinen fixen Anspruch gibt.


Weitere Artikel zum Thema finden Sie hier: Lebensversicherungen: Fondspolizzen (2011) Risiko-Ablebensversicherungen (2008) und Lebensversicherungen (2006) sowie die KONSUMENT-Bücher: Gut versichert und Polizzen-Check.  

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