Lebensversicherungen: Fondspolizzen

Faule Fonds

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Konsument 2/2011 veröffentlicht: 18.01.2011

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  • Als ertragreich verkauft, jetzt renditeschwach
  • Börsenkrise trifft dynamische Fonds
  • Hohe, aber versteckte Kosten

Bei klassischen Er- und Ablebensversicherungen ist der Ertrag überschaubar. Mit ­Aktien lässt sich – erfreuliches Börsenklima und lange Anlagedauer vorausgesetzt – viel mehr verdienen. So setzte um die Jahrtausendwende ein Run auf Aktien ein. Daran wollten die Lebensversicherer mitnaschen und kreierten fondsgebundene Lebensversicherungen, auch als Fondspolizzen bezeichnet.

Diese sollen einen höheren Ertrag ermöglichen, als normalerweise bei der Veranlagung einer Lebensversicherung (im sogenannten Deckungsstock) erwirtschaftet werden kann. Aber im Grunde handelt es sich bei diesen Fondspolizzen nicht um eine Versicherung, sondern um Fondssparen unter dem Mantel einer Versicherung, weil der Ablebensschutz meist sehr gering bemessen ist.

Viele Konsument schlossen ab

Das Konzept überzeugte die Konsumenten. Inzwischen haben Fondspolizzen die ­klassische Er- und Ablebensversicherung in puncto Prämienaufkommen bereits überrundet. 2,6 Millionen Verträge gibt es ­aktuell in Österreich. Doch viele haben sich nicht so entwickelt wie erhofft. Herr B. hatte zum Beispiel im Jahre 2000 500.000 Schilling (36.336,40 Euro) in ein Skandia-­Produkt investiert. Nur 18.089 Euro bekam er ausbezahlt (siehe "Wert halbiert"). Doch die Talfahrt der Börsenkurse ist nicht die einzige Ursache für magere Erträge.

Lesen Sie auch den zweiten Teil unseres Artikels: "Fondspolizzen am Laufzeitende: So kommen Sie raus."

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Kommentare

  • Kostentransparenz
    von REDAKTION am 06.04.2011 um 13:31
    Wir sind nicht der Meinung, dass die Offenlegung der Provision allein eine Lösung im Sinne der Konsumenten wäre. Aus unserer Sicht wäre es sinnvoll, die gesamten Kosten offenzulegen, also die versicherungstechnischen und auch die veranlagungstechnischen Kosten. Das gilt im Prinzip für alle Produkte, vor allem für Lebensversicherungsprodukte. Alles andere treibt die Konsumenten hin zum Bankenvertrieb, da diese mit den (meist „verwandten“) Versicherungsgesellschaften geringe Provisionen vereinbaren und der Rest mittels kick-backs (Provisionsrückzahlungen) fließt. Das kostet den Konsumenten unterm Strich mehr, obwohl es auf den Angeboten, Anträgen und Unterlagen günstiger aussieht! Ihr KONSUMENT-Team
  • Kostentransparenz
    von Information am 06.04.2011 um 09:12
    man sollte eine änderung wie beim deutschen VVG durchführen - bei vetragsabschluss werden die kosten des maklers und der versicherung am anbot angedruckt (wie beim autoleasing, eine solche änderung muss über den VVÖ (Versicherungsverband Ö)terreich) und FMA gesetzlich angestrebt werden - damit gilt es für alle Versicherer gleich und die Kunden sind bei abschluss informiert
  • Abschlußkosten & Kosten allgemein
    von webermichael am 31.01.2011 um 15:05
    der Kostenfaktor wird bei keinem Produkt in Euro oder Prozentsatz ausgewiese! Von Vorteil für den Konsumenten wäre eine solche Offenlegung :(
  • Abschluss­kosten über die gesamte Laufzeit
    von opritz am 28.01.2011 um 07:47
    Damit wären die schwarzen Beraterschafe geschwächt. Gut währe auch die Angabe einer Nettorendite und die zu erwartenden Kosten für die gesamte Laufzeit.
Bild: VKI