Lebensversicherungen: Fondspolizzen am Laufzeitende

So kommen Sie raus

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Konsument 2/2011 veröffentlicht: 19.01.2011

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  • Fonds länger zu behalten kann Verluste eventuell wettmachen
  • Option Verlängerung der Versicherungslaufzeit
  • Option Übertragung auf ein Wertpapierdepot

Nicht nur die Wahl des richtigen Produkts, auch der richtige Ausstiegszeitpunkt entscheidet über den Erfolg einer Geldanlage. Fondsgebundene Lebensversicherunge (auch als "Fondspolizzen" bezeichnet) wurden massiv verkauft; viele haben sich inzwischen als Flop erwiesen (lesen Sie dazu auch den ersten Teil dieses Artikels Fondspolizzen: Faule Fonds" in KONSUMENT 2/2011).

Echte Verluste oder Verluste am Papier

Was aber tun, wenn das bei Vertragsabschluss vereinbarte Ende der Laufzeit gekommen ist und der Fondswert desaströs daniederliegt? Ruhen die Fonds noch im Depot der Versicherung, stehen die Verluste vorerst nur auf dem Papier. Schlagend werden Kursverluste erst, wenn man die Fonds verkauft. Die Erwartung, dass niedrige Kurse irgendwann wieder steigen, ist zumindest nicht unrealistisch. Daher ist es sinnvoll, die Fonds nicht gleich zu Geld zu machen, sondern sie noch zu behalten.

Rücktritt vom Ausstieg

Für diesen „Rücktritt vom Ausstieg“ gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen kann man die Laufzeit der Fondspolizze verlängern. Man kann aber auch die Fonds auf ein ­normales Wertpapierdepot bei einer Bank übertragen. In beiden Fällen kann man also zuwarten, bis die Kurse sich erholt haben, und die Fonds erst dann zu Geld machen. Die Versicherer dürften die Vertragsver­längerung bevorzugen. Auch unterliegen die Fondserträge dabei nicht – anders als auf einem "fremden“ Wertpapierdepot – der Kapitalertragsteuer von 25 Prozent jährlich.

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