MPC: VKI Sammelaktion verlängert

Anleger können sich strafrechtlichem Ermittlungsverfahren anschließen

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veröffentlicht: 28.11.2014, aktualisiert: 30.01.2015

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Der VKI bietet Anlegern bei geschlossenen Schiffs- und Immobilienfonds sowie bei Lebensversicherungs-Fonds der Firma MPC Münchmeyer Petersen Capital AG an, sich als Privatbeteiligte dem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren bei der Wirtschafts- und Korruptions­staatsanwaltschaft anzuschließen. Bislang haben sich beim VKI über 1500 Personen gemeldet. Wegen des Andranges wird die Frist zur Teilnahme an der Sammelaktion auf 31.3.2015 verlängert.

Konkret geht es um Anleger, die sich durch MPC oder eine Tochterfirma beim Investment in diese Fonds falsch informiert sehen. Wegen des großen Andranges hat der VKI die Frist zur Einmeldung über www.verbraucherrecht.at bis 31.3.2015 verlängert.

1500 Betroffene meldeten sich

Ende September 2014 hat der VKI im Zusammenhang mit geschlossenen Immobilienfonds der Firma MPC Münchmeyer Petersen Capital AG in Holland Folgendes aufgedeckt: Beim Ankauf der Immobilien erzielten verschiedene Zwischenhändler aus dem Firmenimperium des niederländischen Maklers Hanzevast Gewinne von durchschnittlich 4,3 Prozent der Kaufpreise. Diese Vorgänge fanden in den Kapitalmarktprospekten der Fonds keine Erwähnung. Hunderte betroffene Anleger haben sich beim VKI gemeldet.

Meldefrist bis 31.3.2015 verlängert

Die Anmeldung war ursprünglich mit 30.11.2014 befristet. Aufgrund des großen Andranges verlängert der VKI diese Frist nun bis zum 31.3.2015. Bis dahin können MPC-Anleger ihre Ansprüche über  www.verbraucherrecht.at an den VKI melden. Für die Teilnahme an der Aktion sind 150 Euro zu bezahlen. Der VKI schließt im Gegenzug Betroffene im Strafakt als Privatbeteiligte an und lässt das Strafverfahren anwaltlich betreuen.

VKI erfolgreich mit Sammelaktionen

MPC ging bis dato mit Forderung nach Gegendarstellung gegen den VKI – aber auch eine Reihe von Medien, die über den Fall berichtet hatten – vor. "Wir werden uns durch ein solches Vorgehen nicht mundtot machen lassen“, kündigt Dr. Peter Kolba, Leiter des Bereichs Recht im VKI an. "Wir bleiben auf Kurs und stellen uns auf eine lange rechtliche Auseinandersetzung zu den geschlossenen Fonds ein. Der VKI hat in der Vergangenheit bereits gezeigt, dass er bei Sammelaktionen einen langen Atem hat – und zwar durchaus mit Erfolgen für die betroffenen Anleger.“

Informationen zur Sammelaktion finden Sie auf www.verbraucherrecht.at .


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