Online-Banking

Kein Bonus für Do-it-yourself

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Konsument 1/2006 veröffentlicht: 05.12.2005

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  • Keine Kostenvorteile durch Online-Banking
  • Direktbanken nicht generell günstiger
  • Die eigene Nutzung ist entscheidend

Nutzungsverhalten der Österreicher

Mehr als zwei Millionen Österreicher greifen zumindest zeitweise auf das Internet zurück um Überweisungen zu tätigen und online zu sparen, darunter vor allem die 18- bis 40-Jährigen. Bei der Mehrzahl der älteren Bankkunden zählt nach einer Untersuchung des Meinungsforschungsinstituts Karmasin der persönliche Kontakt am Bankschalter nach wie vor mehr als die 24-Stunden-Verfügbarkeit des Electronic Banking. Grund dafür ist nicht so sehr mangelndes Vertrauen in die Sicherheit des Internet, vielmehr die Tatsache, dass einfach kein Computer samt Internetzugang zur Verfügung steht.

Insgesamt findet Online-Banking aber immer mehr Anhänger. Die Vorteile liegen auf der Hand: keine Banköffnungszeiten, kein Anstellen, keine Hektik, um Überweisungen vor oder nach der Arbeit zu erledigen, und auf Wunsch jederzeit eine aktuelle Übersicht über das eigene Konto.

Keine Kostenvorteile für Online-Kunden

Auch die Banken haben mit den selbstständigen Online-Kunden ihre Freude. Aber wie es eben ihre Art ist, zeigen sie diese nicht so deutlich: Obwohl „Electronic Banker“ ihre Kontogeschäfte völlig eigenständig durchführen, werden sie nicht von jedem Institut durch günstigere Gebühren belohnt, und zwar unabhängig davon, ob es sich um eine Direktbank handelt, die ganz ohne Filialen auskommt, oder eben um eine Filialbank. Wenn schon die Kosten nahezu gleich sind, dann bieten Letztere immerhin den Vorteil, dass man etwaige Probleme doch einmal vor Ort klären kann, bei einem Vier-Augen-Gespräch in einer Filiale.

Beliebt: Kontopakete

Auch bei Pauschalen sind die Kostensprünge zwischen Kunden, die ihr Konto intensiv nutzen, und solchen, die nur eine Hand voll Einzahlungen und Abbuchungen pro Monat durchführen, gering: Nur bei zwei Instituten (Oberbank und NÖ Landesbank Hypothekenbank) steigen Wenignutzer günstiger aus; in den anderen Fällen finanzieren sie offenbar die höheren Aufwendungen der Intensivnutzer mit. Krasse Unterschiede gibt es hingegen bei den zunehmend beliebteren Kontopaketen. Im einen Fall (beispielsweise Erste Bank) ist eine Kreditkarte mit Versicherungsschutz inkludiert, im anderen Fall (Beispiel Sparda-Bank Linz) werden zwar 0 Euro Kontoführungsgebühr verrechnet, aber dafür sieht das Paket nicht einmal eine Maestrokarte vor.

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