Patenschaften

Sinnvoll oder nicht?

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KONSUMENT 11/2014 veröffentlicht: 23.10.2014

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Mit einer Patenschaft Menschen in armen Ländern unterstützen? Über die Sinnhaftigkeit gehen die Meinungen auseinander.

Emanuel sitzt auf einer Decke am Boden und blickt spitzbübisch in die Runde. "Seht her, was ich kann!", scheint sein Blick zu sagen. Dass der Fünfjährige, der zart und zerbrechlich wirkt, überhaupt sitzen kann, grenzt an ein Wunder: Er war bei seiner Geburt gelähmt, die – unverheiratete – Mutter hatte ihn gleich nach der Niederkunft im Busch zurückgelassen. Seitdem plagen den Jungen aufgrund der Unterversorgung bei der Geburt Spasmen, die seine Hände verkrampfen.

Glück im Unglück

Doch Emanuel hatte Glück im Unglück: Er wurde nach 24 Stunden von Frauen aus dem nahen Dorf entdeckt und zu Noelie Oubda gebracht, die selbst keine Kinder bekommen kann und sich des Babys annahm. Heute wird die Familie von einer mobilen Sozialarbeiterin mit physiotherapeutischer Ausbildung aus dem nahen Rehabilitationszentrum betreut: Hélène kommt zweimal die Woche, um die Fortschritte des Kleinen zu überprüfen und um mit der Pflegemutter physiotherapeutische Übungen durchzugehen.

Beispiel: Licht für die Welt

Möglich macht das der Verein Licht für die Welt, der Kinder wie Emanuel im westafrikanischen Burkina Faso betreut. Der gemeinnützige Verein setzt sich seit 25 Jahren für die Chancen und Rechte behinderter Menschen in Entwicklungsländern ein, auch in Form von Kinderpatenschaften.

"Die Patenschaften kommen allen von Licht für die Welt betreuten Kindern des Schwerpunktlandes zugute, nicht nur ausgewählten Kindern", erklärt Pressesprecherin Gabriela Sonnleitner. "Damit wollen wir die Bevorzugung von einzelnen Kindern vermeiden." Licht für die Welt unterstützt derzeit 152 Hilfsprojekte in Afrika, Asien, Lateinamerika und Südosteuropa.

Patenschaft für behinderte Kinder

In den Programmländern arbeitet der Verein eng mit lokalen Partnern, Fachorganisationen, Experten und offiziellen Stellen zusammen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Ausbildung lokaler Fachkräfte – nur so kann eine dauerhafte medizinische Versorgung der Bevölkerung gewährleistet werden.

Mit einer Kinderpatenschaft können behinderte Kinder unterstützt werden: 25 Euro pro Monat ermöglichen eine gezielte Förderung durch Rehabilitation und medizinische Versorgung. Aufklärung im Dorf bewirkt zudem, dass Kinder mit Behinderungen nicht länger ausgeschlossen, sondern integriert werden.

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