Pension: Prämiengeförderte Zukunftsvorsorge

Außer Spesen ...

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Konsument 11/2008 veröffentlicht: 15.10.2008

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  • Informationen noch immer unzureichend
  • Hohe Kosten fressen gute Performance
  • Empfehlenswert: flexible Produkte, kurze Laufzeit

Fünf Jahre ist es her, seit die ersten Produkte der prämiengeförderten Zukunftsvorsorge (PZV) ins Rennen gingen. Auch wenn sich der Ansturm inzwischen ein wenig gelegt hat, verkauft sich das Produkt noch immer sehr gut. Ein erstes Resümee nach zwei Jahren zeigte erfreuliche Ergebnisse. Allerdings blieb in der Mehrzahl der Fälle noch eine wichtige Frage offen, nämlich die nach der Höhe der Kosten. Diese können schließlich wesentliche Auswirkungen auf den Ertrag einer Anlage haben.

Informationsqualität

Bei den Fondsprodukten der Banken wurde von Beginn an ausreichend Information zu den Kosten bereitgestellt. Nicht so aber bei den viel häufiger verkauften Versicherungsprodukten. Seit 2007 müssen die Versicherer nun alle Gebühren und Spesen, die bei Produkten zur prämiengeförderten Zukunftsvorsorge anfallen, bekannt geben – und wir nahmen diese im Auftrag der Arbeiterkammer Wien gespannt in Augenschein. Außerdem wollten wir wissen, wie es die Anbieter nun mit der Information ihrer Kunden halten.

Performance wird aufgefressen

Um zu vergleichbaren Angaben zu kommen, baten wir alle Anbieter, von gleichen Rahmenbedingungen ausgehend (100 € Einzahlung pro Monat auf 10 bzw. 40 Jahre) die Kosten bekannt zu geben und die Wertentwicklung zu errechnen. Das Ergebnis ist eindeutig: Die PZV-Produkte wiesen in den vergangenen fünf Jahren eine durchwegs gute Performance auf. Angesichts der guten Börsenjahre wäre aber deutlich mehr Ertrag zu erwarten gewesen.

 Lesen Sie auch unseren Kommentar: Zukunftsvorsorge: Trübe Aussichten 

 

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Bild: VKI