Pensionsvorsorge

Ohne Panik zur Pension

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Konsument 1/2000 veröffentlicht: 01.01.2000

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  • Vorsorgeprodukte sind keine Sparprodukte
  • Nicht drängen lassen, Sie binden sich lebenslang
  • Bei Produktauswahl auf Spesenbelastung achten

Pest und Cholera, Siechtum und Krankheit? Heute geistert ein weitaus wirksameres Schreckgespenst durch die Lande: die Pensionslücke! Wirksamer deshalb, weil man Ersteres gottergeben hinnehmen konnte; gegen das geringere Einkommen nach der Berufstätigkeit lässt sich hingegen etwas tun, wenn man nur will. So suggerieren es die Werbefolder der Banken und Versicherer, die die Pensionslücke zum Teil in den düstersten Farben darstellen.

Unterstützung vom Staat

Vater Staat hat dem offenbar nicht viel entgegenzusetzen und bietet Eigenvorsorgern ab sofort finanzielle Unterstützung an. Konkret werden seit 1. Jänner 2000 folgende vier Vorsorgeformen mittels Prämie sowie Steuerbegünstigung gefördert:

  • Beiträge zu einer freiwilligen Höherversicherung in der gesetzlichen Sozialversicherung;
  • Beiträge an eine betriebliche Pensionskasse;
  • Einzahlungen in einen Pensionsinvestmentfonds (PIF);
  • Einzahlungen in eine Pensionszusatzversicherung (PZV).

Die Förderung besteht einerseits darin, dass – wie beim Bausparen – für Einzahlungen bis zu 1000 Euro (rund 13.760 Schilling) pro Jahr eine Prämie auf die Einzahlungssumme aufgeschlagen wird. Die Höhe der Prämie wird jährlich festgelegt und beträgt für das Jahr 2000 3,5 Prozent der Einzahlungssumme, also höchstens 482 Schilling. Damit sollen die Eigenvorsorgeprodukte einer breiteren Anlegerschaft schmackhaft gemacht werden.

Eine einzige Prämie

Die Prämie gibt es nur ein Mal und nicht bei mehreren Verträgen! Die andere, auf längere Sicht lukrativere Art der Förderung, ist die steuerliche Begünstigung der Erträge. Es fallen keine Kapitalertrags-, Einkommens-, Spekulationsertrags- oder Körperschaftssteuern an. Wo Versicherungssteuer anfällt, nämlich bei PIF und PZV, beträgt sie nur 2,5 statt der üblichen 5 Prozent.

Wo über eine lange Zeit angespart werden soll, können sich diese auf den ersten Blick gering scheinenden Begünstigungen auf Grund des Zinseszinseffekts spürbar auf den Ertrag auswirken.

Stellt sich nur die Frage: Wohin mit dem Spargroschen für die Pension?

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