Pensionsvorsorge mit Immobilien

Haus oder Eigentumswohnung

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KONSUMENT 5/2011 veröffentlicht: 15.04.2011

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"Lebensversicherung", "Rentenversicherung", "prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge" – viele Möglichkeiten der privaten Pensionsvorsorge sind aufgrund hoher Kosten und schlechter Renditen ins Gerede gekommen. Ist selbst genutztes Wohnungseigentum eine Alternative?

Neben Finanzprodukten wie Versicherungen und prämienbegünstigter Zukunftsvorsorge gibt es auch die Möglichkeit, durch den Kauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung fürs Alter vorzusorgen. Diese kann man selbst bewohnen oder vermieten. In die Rentabilitätsrechnung sollte aber nicht nur die Miet­ersparnis einfließen, die sich ergibt, wenn man die Immobilie selbst bewohnt (bzw. die zu erwartenden Mieteinnahmen). Auch die Kosten für die Werterhaltung (Renovierung, Schadenssanierung) sowie für Verwaltungsaufwand und Leerstandszeiten (falls man Haus oder Wohnung vermietet) müssen einkalkuliert werden.

Teure Kreditzinsen

Einige Möglichkeiten gibt es, an der Kostenschraube zu drehen. Wer nicht darauf fest­gelegt ist, eine bestimmte Immobilie in einer bestimmten Lage genau zum jetzigen Zeitpunkt zu kaufen, kann durch Geduld bei der Suche viel Geld sparen. Und bei Preis­verhandlungen sind häufig Preisnachlässe von 3 bis 10 Prozent ­möglich.

In der Praxis sind die ­Finanzierungskosten (Kreditzinsen) oft noch einmal so hoch wie der Kaufpreis. Die Zinskosten sind ebenfalls in einem gewissen Ausmaß beeinflussbar. ­Einerseits durch die Höhe des Eigenkapitals: je höher, desto niedriger die Zinslast. Andererseits durch die Kreditlaufzeit: je kürzer, desto niedriger die Zinskosten. Auch wenn man bei einem Abstatterkredit nicht nur die verein­barte Rate, sondern hin und wieder höhere Beträge außertourlich zurückzahlt, kann man sich einiges an Zinsbelastung ersparen.

Lage ist wichtiges Kriterium

Die Ansprüche an Wohnung und Umgebung ändern sich im Lauf des Lebens: Wer Kinder hat, will Kindergarten und Schule in der ­Nähe, Pensionisten schätzen die Nähe zu Freizeit- und Kultureinrichtungen. Diese oft unter ­"Lage, Lage, Lage" verstandenen Anforderungen an eine Immo­bilie gelten nicht nur für die aktuellen Bedürfnisse, sondern auch für die Ansprüche im Pensionsalter.

Durch die frühzei­tige Berücksichtigung dieser späteren Anforderungen verhindern Käufer von Immobi­lien, dass sie später erneut umziehen müssen. Barrierefreie Zugänge, Aufzüge, gute Verkehrsanbindung, gute Erreichbarkeit von Geschäften und Behörden – auch für junge Käufer sind das wichtige Kriterien.

"Lage, Lage, Lage" ist zugleich wichtig für die Werterhalt und Wertsteigerung der ­Immobilie – ein Punkt, auf den man achten sollte, wenn man seine vorerst selbst bewohnte Wohnung dereinst im Alter ver­kaufen will. Eine noch so schöne Wohnung wird ­wenig Anklang bei poten­ziellen Käufern ­finden, wenn sie in einem "Glasscherbenviertel" liegt.

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