Prepaid-Karte von card complete

Nur für spezielle Zwecke

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veröffentlicht: 30.03.2015

Inhalt

Prepaid-Karten können in bestimmten Situationen nützlich sein. Eine klassische Kreditkarte ist in den meisten Fällen die bessere Wahl.

Das Angebot von card complete

Bei prepaid-Karten nutzen Sie alle Vorteile einer Kreditkarte, d.h. vor allem die Möglichkeit des bargeldlosen Bezahlens bei einer hohen Zahl von Akzeptanz-Stellen und zusätzlich die Möglichkeit von Barauszahlungen. Dies alles jedoch nicht auf (kostenlosen) Kredit wie bei der Kreditkarte, sondern nur auf Basis des vorher eingezahlten Guthabens.

Wir haben uns das Angebot von card complete, welches in Zusammenarbeit mit mehreren österreichischen Banken (darunter Bank Austria, Volksbank oder DenizBank, angeboten wird, angesehen (https://www.complete-prepaid.com/die-karte).

Welche Kosten fallen an?

Kartenausstellungsgebühr verrechnet card complete zwar nicht, doch in der Regel wird von der herausgebenden Bank eine solche verlangt (die DenizBank verzichtet darauf). An fixen (nutzungsunabhängigen Kosten fallen monatlich 1,50 Euro an, für eine Zusatzkarte wird ein Euro/Monat verrechnet.

Die Angabe auf Monatsbasis führt zu recht kleinen Beträgen, auf Jahresbasis betragen die Kosten für die Hauptkarte immerhin 18 Euro. Diese Kosten fallen unabhängig von der Nutzung an, also auch dann, wenn Sie auf der Karte nur den "Notgroschen" für den Urlaub parken. Bei einem niedrigen Guthaben fallen diese 18 Euro relativ stark ins Gewicht, bei 100 Euro entspricht das 18 Prozent. Andererseits ist es auch nicht sinnvoll, jederzeit ein hohes Guthaben auf der prepaid-Karte zu halten, da keine Habenzinsen bezahlt werden. Außerdem fällt für jede Einzahlung eine Ladegebühr von ein Prozent des Aufladebetrages an. Es ist also letztlich doch am besten, nicht mehr Guthaben auf die Karte zu laden, als man voraussichtlich (abhängig vom Einsatzzweck) benötigt.

Ideal für wen?

Für wen ist nun eine prepaid-card sinnvoll? card complete versucht, auf seiner Homepage vor allem folgenden Konsumentengruppen die Nutzung schmackhaft zu machen:

"Reisende, die einen Ersatz oder eine Ergänzung zu ihrer Kreditkarte suchen und ihr "Limit" im Vorhinein festlegen möchten. Der ideale Reisescheck-Ersatz!
Jugendliche, die dadurch den Umgang mit bargeldlosen Zahlungsmitteln kennen lernen und ihr Taschengeld oder andere Geldgeschenke auf ihre Prepaid-Karte überwiesen bekommen. Der Einstieg in den bargeldlosen Zahlungsverkehr."

Auf Reisen

Sehen wir uns das genauer an. Welche Vorteile hat eine prepaid-card auf Reisen? Mit der Entscheidung für ein bestimmtes Guthaben können Sie die Höhe der Ausgaben beschränken. Gut, doch auch bei normalen Kreditkarten können Sie ein Nutzungslimit im Vorhinein festlegen. Der Entfall der Aufladegebühr bei card complete gilt wiederum nur dann, wenn auch die Partnerbank für die prepaid-card keine Gebühr verlangt.

Wie fällt der Vergleich zum Reisescheck aus: Die Kostenbelastung ist vergleichbar, auch bei Reiseschecks wird beim Kauf ein Entgelt von zumeist 1 Prozent des Betrages verlangt, beim Reisescheck fällt jedoch keine Fixgebühr an. Großer Vorteil der prepaid-card ist hingegen die große Anzahl der Akzeptanzstellen (laut eigenen Angaben) 26 Millionen weltweit).

Für Jugendliche

Prepaid-Karten sind ein sinnvolles Instrument, Jugendlichen bargeldloses Zahlen zu ermöglichen und gleichzeitig den Betrag strikt auf das Guthaben zu begrenzen. Auch die kostenlosen Jugendkonten (z.B. Megacard, Raiffeisenclub-Card, Spark7-Card) erfüllen diesen Zweck, allerdings mit eingeschränkter Bezahlmöglichkeit vor allem im Internet und im Ausland. Damit kann das große Problem, dass Jugendliche die Kontrolle über ihre Ausgaben verlieren und ihr Guthaben massiv überziehen, wirksam vermieden werden. Sie können auf diese Weise lernen, mit dem ihnen zu Verfügung stehenden Geld umzugehen bzw. auszukommen.

Zusammengefasst: Prepaid-Karten sind dann sinnvoll, wenn man sich oder seine Kinder davor bewahren will, Spontankäufe über einen bestimmten Betrag hinaus zu tätigen, die man häufig später bereut.


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