Privat versichert: Sonderklasse

Kosten verschwiegen

Seite 1 von 4

Nächsten Inhalt anzeigen
KONSUMENT 10/2013 veröffentlicht: 26.09.2013

Inhalt

Sonderklasse? Ein privat versicherter Patient nimmt bei einem nicht dringlichen Eingriff eine Sonderklasseleis­tung in Anspruch. Im Krankenhaus wird er nicht darauf hingewiesen, dass Kosten anfallen werden. Die Patientenanwaltschaft intervenierte.

Fall 1: Ein 50-jähriger Patient sucht für ­einen nicht dringlichen (elektiven) Eingriff ein Krankenhaus auf. Da er während des Aufenthalts "seine Ruhe haben möchte", erkundigt er sich nach der Möglichkeit, ein "besseres" Zimmer zu bekommen. Daraufhin wird dem Patienten ohne weitere Auf­klärung ein Sonderklasseformular mit dem Hinweis vorgelegt, dass er dieses zu unterschreiben habe.

Auf die Frage, ob er zusatzversichert sei, weist er da­rauf hin, dass diese Versicherung lediglich ein Taggeld beinhalte, unterschreibt aber trotzdem die Vereinbarung. Nach dem Spitalsaufenthalt erhält er eine Rechnung (Gebühren und Ärztehonorare) in Höhe von rund 1.500 Euro zugestellt.

Fall 2: Ein 46-jähriger Patient wird für einen nicht dringlichen Eingriff stationär im Spital aufgenommen. Dort wird ihm ein Zweibett­zimmer zugewiesen. Erst nach dem Zimmerbezug wird der Patient ­gefragt, ob er zusatzversichert sei. Der Patient bejaht, wobei er über den tatsächlichen Status seiner Versicherung im Irrtum ist. Nach der OP sieht er sich mit einer Forderung in Höhe von 2.750 Euro konfrontiert.

Die folgenden Seiten dieses Artikels sind kostenpflichtig.

Falls Sie Abonnent sind, melden Sie sich bitte an:
 
Falls Sie kein Abonnent sind, wählen Sie bitte eine der folgenden Optionen:

KONSUMENT-Abo

52 Euro: 12 Hefte + Online-Zugang  Mehr dazu

KONSUMENT-Online-Abo

25 Euro: 12 Monate Online-Zugang  Mehr dazu

Online-Tageskarte

5 Euro: 24 Stunden Online-Zugang  Mehr dazu

Bewertung

Wertung: 2 von 5 Sternen
1 Stimme
Bild: VKI