Rechtschutzversicherungen

Alles, was Recht ist

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Konsument 4/1999 veröffentlicht: 01.04.1999

Inhalt

  • Zahlreiche Ausschlüsse und Einschränkungen
  • Ohne gutes Beratungsgespräch nicht zielführend
  • Nicht allein auf die Prämienhöhe achten


Der Gang zu Gericht bildet oft nur das Ende einer langen Kette von Ärgernissen – aber der finanzielle Paukenschlag in Form von saftigen Anwalts- und Gerichtsgebühren steht dann erst bevor. Hier bietet die Rechtsschutzversicherung ihre Dienste an: Sie übernimmt nicht nur die Verfahrenskosten oder das Anwaltshonorar, sondern stellt gegebenenfalls auch juristische Hilfe in Form eines Anwalts bei. Obwohl die Österreicher keine ausgesprochenen Streithähne sind – nur jeder fünfte war bereits einmal in einen Rechtsstreit verwickelt –, haben doch mehr als die Hälfte von ihnen eine Rechtsschutzversicherung. Am häufigsten wird sie hierzulande im Kfz-Bereich sowie zur Rechtsberatung in Anspruch genommen. Erwünscht, aber meist nicht vorhanden, ist der Rechtsschutz häufig bei Pauschalreisen und anderen Gewährleistungsproblemen von Konsumenten.
Hier wäre der Rechtsschutz deshalb hilfreich, weil es meist um einen relativ geringen Streitwert geht. Und je geringer der Streitwert, desto höher das Kostenrisiko, denn Gerichts- und Anwaltskosten verschlingen selbst bei einfachsten Verfahren rasch an die 30.000 Schilling. Ohne Rechtsschutzversicherung, die diese Kosten abdeckt, zahlt sich eine gerichtliche Auseinandersetzung dann oft nicht aus.

Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo