Rechtsschutzversicherungen

Streiten ohne Risiko

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Konsument 2/2005 veröffentlicht: 13.01.2005

Inhalt

  • Große Prämienunterschiede
  • Komplizierte Leistungspalette
  • Nur mit Beratung sinnvoll

Risiken festlegen

Niemand streitet gerne, schon gar nicht vor Gericht. Trotzdem lassen sich rechtliche Auseinandersetzungen nicht immer vermeiden. Aus Angst vor ausufernden Kosten für Anwalt und Gericht verzichten viele lieber auf ihr gutes Recht. Um zumindest das finanzielle Risiko abzufedern, werden Rechtsschutzversicherungen angeboten. Sie sind entweder als Einzelversicherung oder als Teil einer Bündelversicherung (also im Paket mit anderen Sparten) erhältlich.

Fundierte Beratung nötig

Aber Achtung: Die Rechtsschutzversicherung gegen alles und jeden gibt es nicht. Vielmehr müssen Sie vor Abschluss des Vertrages genau jene Risiken auswählen, die für Sie infrage kommen könnten. Die Einschätzung, in welchen Angelegenheiten Sie Rechtsschutz benötigen könnten, ist nicht einfach und sehr individuell. Daher ist eine fundierte Beratung sicher ratsam. Bei dieser Gelegenheit können Sie konkrete Lebensbereiche, für die Sie Rechtsschutz haben wollen, ansprechen. Unser Prämienvergleich kann Ihnen dabei als Orientierung über Kosten und Leistungen dienen.

Freie Anwaltswahl

Das Prinzip einer Rechtsschutzversicherung klingt denkbar einfach: Sie bezahlen eine Prämie, und die Versicherung übernimmt in bestimmtem Umfang das Prozesskostenrisiko. Übernommen werden die Kosten und Vorschüsse in allen Instanzen für Rechtsanwalt oder Notar, für Gericht, Zeugengebühren und Sachverständige sowie die Prozesskosten des Gegners, wenn der Prozess verloren geht.

Ein weiteres Plus: Die Verträge bieten mittlerweile freie Anwaltswahl. Sie werden überdies nicht nur im Inland vertreten, sondern in ganz Europa. Zu den bekanntesten Produkten zählt der Kfz-Rechtsschutz für alle Streitigkeiten rund ums Auto. Im privaten Bereich geht es häufig um Auseinandersetzungen mit Vertragspartnern, Miet- und Nachbarschaftsstreitigkeiten oder Konsumentenrechtsfragen, was sich auch in unserer Beratung zeigt. Mit einer Rechtsschutzversicherung hat man bessere Karten bei Gewährleistung wegen Produktmängeln oder im Zusammenhang mit Reisebeschwerden. Topaktuell ist der Sozialversicherungs-Rechtsschutz. Wegen der vielen neuen Pensionsvorschriften lassen immer mehr verunsicherte Arbeitnehmer ihre Ansprüche vom Gericht abklären.

Oft reicht die Beratung

Aber: Es muss nicht immer der Rechtsweg sein. In vielen Alltagsfragen wird eine fundierte juristische Beratung ausreichen. Da ist es praktisch, wenn die Beratungskosten durch eine Versicherung ersetzt werden oder der Versicherer selbst eine Beratung anbietet. Neuere Produkte decken auf Wunsch auch die Kosten für Mediation, Diversion und Vorsatzdelikte. Für Streitigkeiten und Ansprüche, die sich aus der Berufsausübung ergeben, wird ein eigener Berufs-/ Betriebsrechtsschutz angeboten.

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Bild: VKI