Reisezahlungsmittel-Spesen

Grenzenlos bei Kasse

Seite 1 von 6

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 12/2005 veröffentlicht: 15.11.2005

Inhalt

  • Nicht nur auf ein Zahlungsmittel setzen
  • Bargeld für Kleinbeträge, Plastikgeld für große Ausgaben
  • Die neuen Prepaid-Karten erstmals im Test

Rechtzeitig planen

Damit ein Urlaub in schöner Erinnerung bleibt, muss vieles passen. Nicht zuletzt die Reisekasse, denn wenn einem in der Fremde plötzlich das Geld ausgeht, verliert auch die schönste Umgebung rasch an Reiz. Überlegungen zur Zusammensetzung des Urlaubsbudgets sollten daher fixer Teil der Reisevorbereitung sein.

Für jeden die richtige Reisekasse

Ausgangspunkt dafür ist das Reiseziel und die Art der Reise: Handelt es sich um ein Land der Europäischen Währungsunion, um eine Pauschalreise, um all-inclusive? Dann fällt der Geldwechsel vielleicht ganz weg und es reicht ein wenig Bares und eine Maestro-(Bankomat-) oder Kreditkarte für größere Ausgaben. Wollen Sie hingegen Länder außerhalb der Eurozone abseits der Touristentrampelpfade erkunden, müssen Sie schon genauer nachfragen, welche Zahlungsmittel vor Ort akzeptiert werden. Reisebüros, Reiseführer (auf das Erscheinungsdatum achten!), Konsulate, Banken und die entsprechenden Homepages im Internet können hier weiterhelfen – auch was Beschränkungen bei der Ein- und Ausfuhr von Devisen angeht (mehr dazu unter www.bmaa.gv.at ).

Plastikgeld ist sicherer ...

Der größere Teil des Urlaubsbudgets sollte idealerweise über Maestro- und Kreditkarte abgewickelt werden. Das ist sicherer als Bargeld und innerhalb der Eurozone gebührenfrei. In Nicht-Euro-Ländern werden bei Maestro-Automatenbehebungen 1,82 Euro, bei Bezahlungen 1,09 Euro und dazu 0,75 Prozent der behobenen oder bezahlten Summe verrechnet (nur Erste-Bank-Kunden beheben bei Auslandstöchtern der Erste Bank kostenlos). Tipp: Beheben Sie zu Banköffnungszeiten! Dann können Sie gleich reklamieren, falls die Karte nicht akzeptiert oder gar eingezogen wird.

... und bei Bezahlung meistens günstiger 

Auch mit der Kreditkarte kann Bargeld behoben werden – aber zu deutlich höheren Spesen als mit der Maestrokarte. Daher ist davon abzuraten. Die Vorteile der Kreditkarte liegen eher im bargeldlosen Bezahlen, für das außerhalb des Euroraums 1 Prozent Provision (bei American Express 2 Prozent) anfällt. Weltweite Akzeptanz, das durch die Haftungsgrenzen geringe Schadensrisiko bei Verlust oder Diebstahl und verschiedene Zusatzangebote (wie Versicherungsschutz) punkten im Vergleich mit Bargeld. Viele österreichische Banken verlangen 1,5 Prozent Wechselspesen – da kommt die Bezahlung per Karte meist günstiger.

Bewertung

Wertung: 2 von 5 Sternen
1 Stimme
Weiterlesen
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo