Sparbuchzinsen

Vergebliches Feilschen

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Konsument 6/2001 veröffentlicht: 01.06.2001

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Täglich fällige Sparbücher werden von den Banken nur mehr mit niedrigsten Zinsen vergeben. Lieber will man dem Sparer eine Anlagekarte anbieten.

Brachte das gute alte Sparbuch bis vor drei Jahren noch bei kürzeren Veranlagungen mit gutem Zinssatz mitunter mehr als Wertpapiere mit hoher Spesenbelastung, so wird der Kunde heute eines Besseren belehrt. Es scheint, als ob sich die heimischen Kreditinstitute abgesprochen hätten, denn sie rühren allesamt die Werbetrommel für das „Sparen mit Karte und Code“: Unter dem Motto „Mobilität, Flexibilität und Bequemlichkeit“ (Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien) werden die Sparer animiert, das kleine Scheckkartenformat dem bewährten Sparbuch vorzuziehen. Davon profitiert in erster Linie die Bank, denn durch die Selbstbedienung an den Geldausgabeautomaten entstehen für die Kunden in den Filialen kürzere Wartezeiten – was die Schalterkräfte in der Bank entlastet und den bargeldlosen Zahlungsverkehr forciert. Weiters verweisen die Kreditinstitute allesamt auf die attraktiven Zinsen der Anlagekarten, die sich zwischen einem und drei Prozent bewegen. Bei täglich fälligen Sparbüchern betrug der Zinssatz zum Zeitpunkt der Recherchen 0,5 bis ein Prozent, Tendenz leicht steigend. Spesen fallen beim Sparbuch keine an, bei der Sparcard schon, und diese können „laufend angepasst werden“.

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