Sparbücher: Typen im Vergleich

So bringen Sie Ihr Geld zum Blühen

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Konsument 10/2005 veröffentlicht: 15.09.2005

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  • Mehr Ertrag durch persönliche Sparstrategie
  • Schritt für Schritt vorgehen
  • Zielgerichtet ansparen

Immer variantenreicher

Sparbücher sind im Vergleich zu Wertpapieren noch immer relativ einfache Anlageprodukte. Doch der Variantenreichtum ist in den vergangenen Jahren enorm gestiegen, und so ist heute auch beim guten alten Sparschwein ein wenig Überlegung nötig, wo es am besten geschlachtet und wie es am profitabelsten portioniert werden kann.

Sicherheit durch Einlagensicherung

Das Sparbuch- und Sparcard-Sparen birgt nicht die Gefahren, wie sie mit lukrativeren Anlageformen einhergehen. Sorgt doch die gesetzliche Einlagensicherung dafür, dass von Ihren Spareinlagen bei einem Institut selbst im Pleitefall bis zu 20.000 Euro gedeckt sind (es kann auch höhere Einlagensicherungen geben, beispielsweise bei der ING DiBa).

Falsche Sparstrategien

Trotzdem kann man auch bei Sparbüchern je nach Geschick mehr oder weniger für sich herausholen. Weniger kommt etwa heraus, wenn viel Geld auf täglich fälligen und gleichzeitig schlecht verzinsten Sparbüchern vor sich hin dümpelt. Oder umgekehrt: wenn keine schnell verfügbaren Reserven angelegt wurden und nun bei plötzlichem Geldbedarf mehrjährig gebundene Sparbücher aufgelöst werden müssen.

Sieben Schritte zu mehr Ertrag

Damit sich im persönlichen Sparbuch-Management nicht der renditefressende Wildwuchs breit macht, ist strategisches Vorgehen gefragt.

Erster Schritt: Bestandsaufnahme. Welche Sparbücher mit welchen Bindefristen haben Sie? Welche gebundenen Sparformen laufen in Kürze ab? Werden Sie die Beträge in den nächsten Monaten oder Jahren brauchen, etwa für Neuanschaffungen im Haushalt, oder sollen sie weiter angelegt werden? Sind neben der eisernen Reserve (die etwa das dreifache monatliche Haushaltseinkommen ausmachen soll) nennenswerte Summen auf täglich fälligen Sparbüchern mit schlechter Verzinsung angelegt, obwohl Sie das Geld in  nächster Zeit ziemlich sicher nicht brauchen?

Zweiter Schritt: Sparstrategie festlegen. Ist das geklärt, können die persönlichen Sparziele und die Anlagedauer festgelegt werden. Unterscheiden Sie dabei zwischen kurz-, mittel- und langfristigem Bargeldbedarf: Wie viel brauchen Sie als jederzeit verfügbare Notreserve? Wie viel brauchen Sie in den nächsten zwei bis fünf Jahren, was könnte darüber hinaus noch an Ausgaben anfallen: Auto, Zahnregulierung, Einbußen durch Berufswechsel…? Aber auch: Aus welcher Quelle könnte frei verfügbares Kapital fließen, zum Beispiel auslaufende Bausparverträge oder Lebensversicherungen, eine Abfertigung oder eine Erbschaft?

Dann könnten Sie das jetzt vorhandene Geld bereits länger binden – oder kurzfristig zwischenparken, um zusammen mit dem späteren Betrag eine größere Investition zu tätigen.

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Bild: VKI