Sparcards

Stark durchmischt

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Konsument 4/2005 veröffentlicht: 18.03.2005

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  • Klarer Testsieger Österreichische Verkehrskreditbank
  • Hohe Zinsen bei minimalen Gebühren möglich
  • Kostenfallen lauern vor allem bei Kleinbeträgen

Kein Schlange stehen

Sparcards für täglich fällige Gelder sind meist besser verzinst als herkömmliche Sparbücher ohne Bindefrist und Girokonten. Außerdem entspricht es wohl deutlich mehr dem Trend der Zeit, vor dem Automaten die Card zu zücken, als mit den verzopften Sparbüchern vor dem Schalter Schlange zu stehen. Kein Wunder also, dass diese Sparform steten Zulauf verzeichnet. Doch so einleuchtend die Wahl auch erscheinen mag – sie ist nicht immer klug, denn damit Sparcards tatsächlich mehr bringen als Omas Sparstrumpf, müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Dazu zählen vor allem drei Dinge.

  1. Selbstbedienung:  Sparcards sind als Selbstbedienungsprodukt ausgelegt und sollten auch so eingesetzt werden. Wer trotzdem immer wieder zum Schalter pilgert, muss bei manchen Anbietern mit geschmalzenen Spesen rechnen.
  2. Nicht für Kleinstbeträge:  Sparcards, bei denen jährliche Gebühren anfallen, eignen sich – auch wenn Sparcards grundsätzlich dafür prädestiniert erscheinen – meist nicht als Parkplatz für Kleinst- und Kleinbeträge, weil Spesen das Sparkapital anknabbern können.
  3. Kein Ersatz für Girokonten:  Sparcards sind Sparkonten und können nicht als Ersatz für ein Girokonto verwendet werden. Entweder sind Überweisungen, wie sie etwa bei einem Gehaltskonto gang und gäbe sind, gar nicht möglich oder nur auf ein Konto desselben Inhabers bei der gleichen Bank.

Spesen fressen Erträge

Wir holten bei 14 Anbietern von Sparcards offiziell Produktinformationen ein und eröffneten dann die Sparkonten in einer verdeckten Erhebung. Ein Teil der Raiffeisen-Produkte (am Ende unserer Tabelle angeführt) ist nur bedingt mit „klassischen“ Sparcards vergleichbar, daher erhielten sie kein Endurteil.

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo