Sparcards

Wenige Trümpfe

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Konsument 4/2007 veröffentlicht: 22.03.2007

Inhalt

  • Nur bei gebührenschonender Nutzung sinnvoll
  • Bei Kleinbeträgen Verluste möglich
  • Positive Ausnahme: Verkehrskreditbank

Startkapital weniger geworden

Stellen Sie sich vor, Sie legen ein paar Euro, die Sie mit einem Glückslos gewonnen haben, auf ein täglich fälliges Sparprodukt, damit sie dort zu einem etwas besseren Zins als am Girokonto vor sich hinwachsen. Und nach zwei Jahren, als Sie den aktuellen Stand einmal überprüfen wollen, merken Sie, dass nun weniger da ist, als Sie eingelegt haben. Das gibt’s nicht? Doch – so geschehen bei 9 von 13 Sparcards, die wir seit rund zwei Jahren mit 50 Euro bei österreichischen Banken laufen haben.

Erklärbar durch hohe Gebühren bei Kleinstbeträgen

Möglich ist das durch hohe Kontoführungs- und Kartengebühren, die sich bei Klein- und Kleinstbeträgen wie in unserem Fall besonders stark auswirken. Möglich ist das aber auch, wenn die Sparcard nicht im Sinne ihrer Entwerfer genutzt wird – nämlich als modernere Form eines täglich fälligen Sparbuchs, bei dem nicht am Schalter ein- und ausgezahlt wird, sondern ausschließlich an den Foyer-Terminals der Banken, in manchen Fällen auch an Bankomaten. Dafür gibt es auch etwas höhere Zinsen als bei vergleichbaren Sparbüchern. Wer mit seiner Sparcard dann erst recht wieder zum Schalter geht, muss mit hohen Kosten für jede einzelne Transaktion rechnen, und das frisst die ohnedies nicht üppigen Zinserträge auf. Damit eine Sparcard einigermaßen Ertrag abwirft, sollte sie also ihrer Ausrichtung entsprechend genutzt werden, und vor allem sollten Sie sich über die jeweils anfallenden Kosten informieren. Denn die können selbst hohe Zinsen ganz schön schmälern.

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Bild: VKI