Sparen

Harte Zeiten

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KONSUMENT 11/2011 veröffentlicht: 19.10.2011

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Sparer haben’s derzeit schwer. Der Zinsertrag kann inflationsbedingte Wertverluste nicht ausgleichen. Angebote mit hohen Zinsversprechen sollte man kritisch hinterfragen.

Früher ging‘s rund am Weltspartag: Vom Kleinkind bis zum Greis stürmten alle zur Bank, um dort Geld einzuzahlen und sich ein Geschenk abzuholen. Heute hat der Weltspartag an Bedeutung verloren. Auch das Sparen selbst scheint wenig attraktiv. Viele Banken bieten für täglich fällige Einlagen nur 0,125 Prozent. Das höchste der Gefühle sind derzeit etwa 3,75 Prozent bei einer dreijährigen Bindung (Stand zu Redaktionsschluss). Alle – Sparer wie Banken – warten, bis die Zinsen wieder steigen. Wann wir wieder ­höhere Zinssätze sehen werden, kann je-doch niemand sagen. So ist es heute keine schlechte Idee, sein Geld kurzfristig (etwa für ein Jahr) auf einem Sparbuch oder Sparkonto zu parken.

Zum Sparen braucht es kein Fachwissen

Zum Sparen braucht es kein Fachwissen, man muss ein Sparbuch oder Sparkonto auch nicht ständig beobachten. Das Risiko ist hier gering: Spareinlagen, egal ob Sparbücher, Sparcards oder Online-Sparguthaben, sind bis zu 100.000 Euro über die Einlagensicherung abgesichert (siehe Kasten). Wie bei allen risikoarmen Anlageformen ist der Ertrag ­jedoch bescheiden. Sparen ist flexibel und planbar. Bei vielen Sparprodukten kann man jederzeit einzahlen und abheben („täglich fällig“).

Derzeit längere Bindungen vermeiden

Daneben bieten Banken Sparein­lagen mit vereinbarter Bindung zu einem ­bestimmten Zinssatz. Vorzeitig abheben ­sollte man hier aber nicht, weil dann renditeschmälernde Vorschusszinsen anfallen. Längere Bindungen sollte man derzeit nicht ­eingehen. Falls nämlich das Zinsniveau steigt, schaut ein heute attraktiver Zinssatz dann alt aus.

Kapital­ertragsteuer: 25 Prozent des ­Zinsertrages

An Kosten ist in erster Linie die Kapital­ertragsteuer in Höhe von 25 Prozent des ­Zinsertrages zu erwähnen, die jährlich automatisch abgezogen wird. Für Sparbücher von Filialbanken werden meistens Schließungsgebühren verrechnet. Und Sparcards sind mit teils hohen Spesen belastet.

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