Substitution vor Gericht

Wenn der eigene Anwalt nicht kommt

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veröffentlicht: 15.05.2000

Inhalt

Das Gericht vergibt die Verhandlungstermine, der Anwalt hat keinen Einfluss darauf. Daher kommt es immer wieder vor, dass ein Anwalt zu zwei Gerichtsterminen gleichzeitig erscheinen müsste.

Eine Verschiebung bedeutet Zeitverlust, und daran ist niemand interessiert. Üblicherweise beauftragt der Anwalt jemanden anderen mit der Sache („Substitut“). Das kann ein Mitarbeiter aus der eigenen Kanzlei sein, das kann aber auch ein anderer Anwalt sein. Ein guter Anwalt wird den Mandanten und den Substitut ausreichend und zeitgerecht informieren. Dass Sie erst auf dem Gerichtsgang von einem Ihnen unbekannten und noch dazu ungenügend vorbereiteten Juristen („Ihr Anwalt Dr. XY ist verhindert, ich substituiere“) angesprochen und dann vertreten werden, zeigt von sehr schlechtem Stil. Auch Ihr Anwalt ist gut beraten, sich eine gute Vertretung zu suchen, schließlich muss er für ihn gerade stehen. Kanzleifremde Anwälte erhalten als Substitut üblicherweise das halbe Honorar. Nur dass Sie sich nicht wundern ...

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