Superrendite

Fragwürdig

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Konsument 2/2003 veröffentlicht: 20.01.2003, aktualisiert: 21.01.2003

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Im Inserat einer Anlagefirma habe ich von Erträgen von 10 bis 15 Prozent jährlich gelesen, die Genuss- oder Gewinnscheine angeblich bringen sollen. Das klingt beim derzeitigen Börsentief sehr verlockend. Ist da ein Haken dabei?

Je höher die Rendite, die versprochen wird, umso höher ist auch das Risiko. Derartige Papiere bringen immer wieder Probleme. Üblicherweise können sie nämlich nur vom Emittenten – also der Anlagefirma – zurückgenommen werden. Daher bestimmt sie letzten Endes den Kurs. Gewinn- und Genussscheine werden im allgemeinen nicht an der Börse gehandelt. In den letzten Jahren hat es bei dieser Geldanlage viele Verluste für Konsumenten gegeben. Oft ist nicht sofort klar, um welche Anlageform es sich handelt. Bevor eine Veranlagung ins Auge gefasst wird, sollte man auf jeden Fall den Kapitalmarktprospekt anfordern. Dieser muss bei jedem öffentlichen Anbieten von Gewinn- oder Genussscheinen erstellt und bei der Österreichischen Kontrollbank zur Überprüfung eingereicht werden. Darin finden sich sämtliche Bestimmungen, die dem betreffenden Anlagevertrag zugrunde liegen. Oft ist das eine mühsame Lektüre, aber das ist besser, als sich von Werbeversprechen blenden zu lassen.

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