Telefonieren: Fair-Use (Kommentar)

Die Faust im Nacken

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Konsument 9/2008 veröffentlicht: 26.08.2008, aktualisiert: 27.08.2008

Inhalt

"Nimm, soviel du willst - aber ja nicht zuviel!" Ein Kommentar zum Thema "Fair-Use" bei Handytarifen von "Konsument"-Redakteurin Veronika Kaiser.

Stellen Sie sich vor, jemand führt Sie zu einem erlesenen Büffet und sagt zu Ihnen: „Nimm, soviel Du willst“. Doch kaum wollen Sie sich den Teller ordentlich voll laden, fällt Ihnen der Jemand in den Arm: „Stopp, nicht so viel! Das ist unfair!“

Grenzelose Telefonierfreiheit?

Das scheint Ihnen unrealistisch? Aber genau das tun Handy-Provider mit ihren Kunden, die Verträge mit einer so genannten „Fair-Use-Klausel“ haben. In der Werbung wird den Konsumenten suggeriert, dass mit diesem Supervertrag die Telefonierfreiheit grenzenlos sei. Aber man soll, bitte schön, nur fairen Gebrauch von dieser Freiheit machen.

One geklagt und gewonnen

Doch wo die Fairness aufhört und der Missbrauch anfängt, erfahren die Kunden nicht. Und so wird eine Oma, die gerne länger mit ihren Enkerln plauscht und deswegen einen Pauschaltarif gewählt hat, wegen unfairen Gebrauchs verwarnt und dann gekündigt. Dieser „Fair-Use“-Schmäh ist alles andere als fair. Deswegen haben wir eine entsprechende [ Klausel auch geklagt und gewonnen ]. Was hoffentlich ein Signal für die gesamte Branche ist.

Lesen Sie hier unseren Bericht [ " Handytarife: Ziemlich unfair " ]

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