Treuhandschaften

Sicher ist sicher

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KONSUMENT 1/2012 veröffentlicht: 21.12.2011

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Eigentumswohnung oder ­Einfamilienhaus sind für die meisten Menschen die größte Anschaffung ihres Lebens. Umso wichtiger ist es daher, Risiken möglichst zu minimieren.

Beim Kauf von Haus oder Wohnung ist viel Geld im Spiel. Geht etwas schief, kann das die Existenz ruinieren. Die Abwicklung von Immobiliengeschäften sollte man daher den dazu berufenen Profis überlassen. Rechts­anwälte oder Notare errichten die Verträge, stehen aber auch als Treuhänder zur Ver­fügung, wenn es um die Abwicklung von ­Zahlungen geht.

Ziel einer Treuhandschaft ist, dass das Geld zunächst an den Treuhänder bezahlt wird und erst nach Erfüllung aller vertraglichen Bedingungen – etwa erst nach Eintragung des Käufers im Grundbuch und Lastenfreistellung – an den Verkäufer fließt. Auch wenn eine Bank mitfinanziert, wird sie auf einen Treuhänder bestehen.

Treuhandbuch, Treuhandregister

Nun gab es in der Vergangenheit leider Fälle, dass Rechtsanwälte oder Notare ihre Treuhänderstellung missbraucht und erlegte Gelder veruntreut haben. Beide Berufsstände haben daher Sicherungssysteme eingerichtet, die dem vorbeugen sollen. Rechtsanwälte sind verpflichtet, Treuhandschaften über das jeweilige Treuhandbuch ihrer Landeskammer abzuführen; Notare müssen solche Geschäfte im Treuhandregister des österreichischen ­Notariats eintragen.

Beide Sicherungsmittel versprechen eine ­externe Kontrolle der Abwicklung von Treuhandschaften. In beiden Fällen kommen diese Sicherungsmittel aber nur zum Einsatz, wenn der Rechtsanwalt oder Notar das Geschäft überhaupt in das jeweilige System einmeldet. Daher muss man bereits bei der Vertrags­erstellung darauf dringen, dass das jeweilige Sicherungsmittel anzuwenden ist, und auf Vorlage der entsprechenden Formulare bestehen.

Auszahlungsanweisungen prüfen

Die darin angegebenen Auszahlungs­anweisungen – also die Zahlungsempfänger und deren Kontodaten – sollte man jedenfalls detailliert prüfen. Geld sollte man erst dann überweisen, wenn man von der jeweiligen Kammer die Mitteilung bekommt, dass die Treuhandschaft entsprechend registriert ist. In Zweifelsfällen kann man dort auch jederzeit nachfragen.

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