Unfallversicherungen

Schutz nach folgenschweren Hoppalas

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Konsument 7/2008 veröffentlicht: 12.06.2008

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  • Leistungen teilweise erheblich verbessert
  • Immer noch enorme Prämienunterschiede
  • Schutz durch Mitgliedschaften nicht ausreichend

Auch wenn die jährlich veröffentlichten Zahlen immer wieder erschrecken: Die meisten Unfälle enden glimpflich, so schmerzhaft sie zunächst auch sein mögen. „Glimpflich“ bedeutet ohne bleibende Schäden oder höchstens mit einem geringen Invaliditätsgrad, wie es in der Versicherungssprache heißt. Weiters zeigt die Statistik, dass die Österreicher weitaus häufiger durch Krankheiten invalide werden als durch Unfälle.

Was kommt nach dem Unfall?

Trotzdem spricht vieles dafür, sich privat gegen Unfälle zu versichern. Die Arzt- und Krankenhauskosten sind bei einem Unfall in der Freizeit zwar durch die Krankenversicherung gedeckt; für die Unkosten, die infolge von bleibenden Schäden entstehen, kommt jedoch nur eine private Unfallversicherung auf. Sie zahlt im Fall des Falles einmalig einen bestimmten Betrag oder eine Rentenleistung aus. Diese Summen können dann etwa für den Umbau der Wohnung, für ein speziell adaptiertes Fahrzeug oder auch für Verdienstausfälle bei Selbstständigen, Freiberuflern oder trinkgeldabhängigen Berufen verwendet werden.

Hilfe bei schweren Schäden

Das Hauptaugenmerk bei einer Unfallversicherung sollte also vor allem auf eine ausreichende finanzielle Absicherung bei schweren Unfallschäden gerichtet sein. Erfreulicherweise hat sich der Markt in den vergangenen Jahren genau in diese Richtung bewegt. So werden beispielsweise Angebote mit linearem Tarif zunehmend von solchen mit Progressionstarif abgelöst. Erfreulich für die Versicherten ist auch, dass die Progressionsleistungen erhöht wurden, noch dazu ohne nennenswerte Prämienerhöhungen. Konkret heißt das, dass es im Schadensfall, vor allem bei schwerwiegenden Unfallschäden, mehr Geld gibt.

Prämien klaffen enorm auseinander

Gleich geblieben ist allerdings, dass die Prämien auch bei weitgehend vergleichbaren Leistungen enorm auseinanderklaffen. Bei einem Tarif mit 400 Prozent Progression zahlten zum Beispiel Männer zum Zeitpunkt unserer Erhebung bei der Merkur 188,08 Euro pro Jahr, bei der Oberösterreichischen Versicherung hingegen 323,04 Euro. Beim Familientarif mit 300 Prozent Progression reichte die Spannbreite der Jahresprämien sogar von 257,04 Euro (VAV) bis zu 747,55 Euro (Kärntner Landesversicherung).

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Kommentare

  • Gliedertaxen öffentlich?
    von bergi am 13.09.2012 um 14:27
    Kann man eigentlich davon ausgehen, dass die Versicherungen diese Gliedertaxen öffentlich zur Verfügung stellen, oder bleibt das (bis zum Schadensfall) ein "Geheimnis" des Versicherers? Es geht mir um eine bessere Vergleichbarkeit zwischen den Versicherungen.
Bild: VKI