Vermeintliches Erbe

Windige Geschäftemacherei

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veröffentlicht: 24.07.2010, aktualisiert: 04.06.2013

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Immer wieder kursieren persönlich adressierte Schreiben von vermeintlichen Anwälten, die ein Millionenerbe in Aussicht stellen. Wir raten, mit den Urhebern der Schreiben keinen Kontakt aufzunehmen. Am besten ignorieren Sie solche Mails oder Briefe.

Brief vom unbekannten Anwalt

Zurzeit machen Briefe eines Anwalts aus den Vereinigten Arabischen Emiraten die Runde, davor war es ein Schreiben eines angeblich englischen Anwalts. In den Jahren zuvor verunsicherten Zuschriften eines italienischen Anwalts und einer portugiesischen Anwaltskanzlei die Konsumenten. Die Schreiben haben meistens einen ähnlichen Wortlaut. Sie informieren über den angeblichen Tod eines Verwandten mit gleichlautendem Nachnamen. Zufällig hätte dieser verstorbene Klient ein Vermögen von Millionen US-Dollar oder Euro hinterlassen. Zudem gäbe es keine anderen Verwandten.

Plumpe Betrugsversuche

Von ähnlich angelegten Benachrichtigungen, die in vergangenen Jahren aus Nigeria und anderen Ländern Afrikas eintrafen, wissen wir, dass es sich um plumpe Betrugsversuche handelt. Gutgläubigen, die auf derartige Zusendungen antworten, werden kleinere oder größere Geldsummen zB für angebliche Steuern herausgelockt. Die in Aussicht gestellten Beträge erhält das arglose Opfer selbstverständlich niemals.

Vorsicht: Nehmen Sie keinesfalls Kontakt auf

Der sprachliche Stil der vorliegenden Anwaltsbriefe mag aufgrund der offensichtlich verwendeten automatischen Übersetzungsprogramme durchaus unterhaltsam sein. Dass es sich um keine ehrlichen Absichten handelt, liegt auf der Hand. Wir raten, keinesfalls mit dem Absender solcher Schreiben in Verbindung zu treten.

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Kommentare

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    von Kech am 15.11.2012 um 16:42
    Nicht nur ein Anwalt ist der Adressant. In meinem Fall war es ein hilfsbereiter Bankangestellter aus Nigeria, der einem Kunden die Sicherung seines Geldvermögens ermöglichen wollte. Dazu sollte ich ihm mein Konto als Transferkonto für eine Millionensumme zur Verfügung stellen. Für mich wären dann 40% dieser Summe geblieben. Das Schreiben war in mehr als holprigem Deutsch verfasst. Um Seriösität vorzutäuschen, wurde sogar eine Handynummer für etwaige nähere Auskünfte angegeben. Das Mail wurde von mir gelöscht, daher kann ich den Inhalt nicht genauer wiedergeben.
Bild: VKI