Versicherung: BIPA BabyVorsorge

Starres Paket

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Konsument 1/2005 veröffentlicht: 13.12.2004

Inhalt

Die BIPA-BabyVorsorge kombiniert Er- und Ablebens-, sowie Unfall- und Krankenversicherung.

Individuelle Bedürfnisse werden nicht

Wie sinnvoll sind Vorsorgepakete für Babys?

„Das Schönste, was Eltern ihrem Nachwuchs schenken können.“ Nein, es soll hier nicht der Frage nachgegangen werden, ob es nichts Schöneres gibt, was man seinem Kind mitgeben kann, als ausgerechnet ein Finanzprodukt. Zu bewerten ist lediglich, wie sinnvoll das Vorsorgepaket ist, das für BIPA von der Allianz Versicherung zusammengestellt wurde. Es richtet sich an Väter und Mütter (unter 46 Jahren) von einem Kind, das das vierte Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Und die Eltern müssen Mitglied im BIPA Best Card Programm sein.

Es ist eine Kombination aus Lebens- und Unfallversicherung. Die Auszahlung von garantierter Versicherungssumme plus Gewinnbeteiligung erfolgt im 19. Lebensjahr des Kindes. Garantiert werden zum Beispiel beim Basisprodukt für eine 27-jährige Mutter bei 30 Euro Monatsprämie 6494 Euro. Bei Ableben des versicherten Elternteiles gibt es die doppelte Versicherungssumme. Der Kranken-/Unfallschutz kostet 10 Euro zusätzlich und umfasst die Übernahme des Krankenhaus-Taggeldes und der Kosten für eine Begleitperson sowie eine lebenslange Unfall-Invaliditätsrente für das Kind.

Zu niedrige Summen für Risikovorsorge

Zu bemängeln ist, dass die angebotenen Summen für eine echte Risikovorsorge zu niedrig sind; dass sich der Ablebensschutz nur auf einen Elternteil beschränkt; dass es Unfallversicherungen günstiger gibt, wenn man sie extra abschließt; und dass Invaliditätsleistungen erst ab einer Invalidität von 50 Prozent erbracht und überdies ab dem 15. Lebensjahr reduziert werden.

Individuelle Bedürfnisse nicht berücksichtigt

Generell halten wir es für problematisch, wenn Versicherungsprodukte, die sehr beratungsintensiv sind, über den Handel vertrieben werden. Das Paket ist starr und berücksichtigt nicht die individuellen Bedürfnisse einzelner Personen. Daher sind getrennte Versicherungsprodukte, die auf die persönliche Situation abgestimmt werden, zu bevorzugen. Positiv immerhin, dass die Allianz auf unsere Bedenken schnell reagiert hat: In Hinkunft werde man interessierte Kunden darauf hinweisen, dass das Angebot nur eine Basisvorsorge darstelle und es zusätzlich andere, möglicherweise besser geeignete Produkte bezüglich Ableben und Unfall gebe.

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