Werbung: unlauterer Wettbewerb

Billige Schmähs

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KONSUMENT 3/2014 veröffentlicht: 27.02.2014

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Null-Euro-Handy, Mogelpackung, Rabatte oder haltlose Zinsversprechen: Immer wieder versuchen Unter­nehmen, ihre Produkte mit unlauterer Werbung an die Kunden zu bringen. Der VKI klagt dagegen.

Handys um null Euro, die dank üppiger Tarife unter dem Strich teurer kommen als beim ­regulären Kauf, Mogelpackungen, die Inhalt vorgaukeln, der nicht vorhanden ist, oder ­verbotene Kinderwerbung: Immer wieder ­ver­suchen Firmen, ihre Produkte mit frag­würdigen bis unerlaubten Mitteln an die Kundschaft zu bringen.

Unterlassung und Schadenersatz

Dabei ist im Bundesgesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) for­muliert: "Wer im geschäftlichen Verkehr zu Zwecken des Wettbewerbes Handlungen vornimmt, die gegen die guten Sitten verstoßen, kann auf Unterlassung und Schadenersatz in Anspruch genommen werden."

VKI: 300 Klagen in den letzten 10 Jahren

Viel Arbeit für die Rechtsabteilung des Vereins für Konsumenteninformation. In den vergangenen zehn Jahren brachte der VKI rund 300 UWG-Klagen gegen Unternehmen ein.

Smartphone um null Euro

Besonders gerne und tief in die Werbekiste greifen die Mobilfunker. Äußerst beliebt und verbreitet ist dabei der Schmäh vom Null-Euro-Handy. "Viele Kunden fallen auf die verlockenden Gratisange­bote herein, die wenigsten machen sich die Mühe, einmal durchzurechnen, wie teuer das Gratis-Smartphone tatsächlich oft kommt", sagt VKI-Juristin Ulrike Docekal.

Misstrauen ist bei Null-Euro-­Angeboten tatsächlich angebracht. Denn: Teure Tarife mit langen Bindungszeiten von bis zu zwei Jahren sorgen nicht selten dafür, dass am Ende die Kosten den normalen Kaufpreis deutlich überschreiten. Zur Klärung der Frage, ob derartige Werbeangebote zulässig sind, hat der VKI Klage gegen einen Anbieter eingebracht.

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Kommentare

  • 0%-Finanzierung
    von napile am 17.03.2014 um 22:29
    Hallo, ich mache die meisten großen Anschaffung mit der 0%-Finanzierung bei Media Markt oder Saturn und hatte noch nie Probleme (3x im Geschäft, 2x online)
  • Werbetrick-Tarnungen - @Saturn Null Prozent Zinsen: "technische Probleme"
    von bauern teller am 27.02.2014 um 23:09
    Ende November 2013 warb Saturn mit Ratenzahlung und Null Prozent Zinsen. Mein Interesse galt einem MacBookAir à €1199 bei mehreren Händlern. Wegen der Null Prozent Zinsen wollte ich Saturn am 29.11.2013 bevorzugen. Schon am Vortag fuhr ich zu Saturn Auhof Wien, zwecks Entscheidungshilfe "Wie lange dauert die Abwicklung?", Saturn-Antwort: "20 Minuten". Am 29.11.2013 wollte ich den Raten-Kauf mit Saturn Auhof Wien machen. Erster technischer Problemkreis: kein Internet-Zugang zum Saturn-Zentralcomputer. Folgen: mein Wunschgerät kostet um € 100 mehr: "€ 1299". Auf meinem Handy bzw im öffentlichem Internet zeige ich den online Saturn-Werbungspreis mit €1199 her: erfolglos, Saturn darf mein Handy nicht als Quelle verwenden (!). Ich gebe auf, breche den Vorgang ab, will gehen. Auf dem Weg hinaus stoppt mich der Filialleiter mit dem Argument: "Paroli dem fremden Anbieter", nun zieht Saturn gleich, auf €1199. Das ist mir recht. Das Spiel beginnt von Vorn. Zweiter technischer Problemkreis: Kontakt zur Hausbank geht nicht:: Ich fülle die Formulare aus. Auch werden mein Reisepass und meine Bank-Karte kopiert und der Kreditbank digital übermittelt. Nun erst fängt ein Abschnitt an, der laut Vortags-Auskunft mit "20 Minuten" als Gesamtdauer angegeben worden ist: nämlich ein Warten auf die Rückantwort der Kreditbank. Die Kreditbank schreibt aber leider zurück: "Lesefehler – bitte neu übermitteln". Mein Saturn-Betreuer gibt sich diese Mühe – letztlich viele Male, er probiert es auch mit Telefonaten – und schickt mich zum Shopping in benachbarte Auhof-Geschäfte. Bei jeder Rückkehr zum Saturn-Verkäufer hat es "noch nicht geklappt". Zwei Stunden lang habe ich hingenommen, dass "nur zufällig bei mir" technische Saturn-Hindernisse auftreten. Vor Eintritt der totalen Zermürbung habe ich die Notbremse gezogen und mein Wunschgerät beim Konkurrenten im Erdgeschoß um €1199 gekauft, in weniger als 5 Minuten. Der neue Konsument-Artikel " Werbung: unlauterer Wettbewerb" gibt mir nun den Mut, meine "einzigartige" Saturn-Geschichte an die Öffentlichkeit zu bringen. Vielleicht fühle ich mich fälschlich als "Einzelfall", der auf die Saturn-Werbung hereingefallen ist. Ich würde mich daher auf Erfahrungsberichte anderer "Einzelfälle" freuen.
Bild: VKI