Wiener Städtische Versicherung

Interner Berechnungsfehler

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KONSUMENT 2/2013 veröffentlicht: 23.02.2013

Inhalt

"Ein Fall für KONSUMENT": Aus unserer Beratung - Fälle, die wir erfolgreich erledigen konnten und solche, an denen wir uns die Zähne ausgebissen haben. - Diesmal: Erst versicherte die Wiener Städtische Versicherung, dass mit der Zusatzkrankenversicherung alles ok sei; dann forderte sie Geld zurück.

Der Fall wurde für den Konsumenten positiv erledigt

Frau Hein war fassungslos: Sie hatte vor vielen Jahren bei der Wiener Städtischen eine private  Krankenversicherung abgeschlossen und für sich bzw. ihren Sohn im Rahmen dieser Krankenversicherung immer wieder Rechnungen über Arztkosten, Medikamente und Heilbehelfe eingereicht. Und sie hatte sich regelmäßig bei ihrem Betreuer vergewissert, dass mit den eingereichten Rechnungen auch alles in Ordnung war. Alles bestens, ihr (jährliches) Limit sei noch nicht erschöpft, hatte es ausnahmslos geheißen.

Bedauerlicher interner EDV-Fehler

Nun erhielt sie plötzlich ein Schreiben der Wiener Städtischen Versicherung: „… aufgrund eines bedauerlichen internen EDV-Fehlers wurden bei der Vergütung für Behandlungen, Medikamente etc. seit 2009 die Höchstleistungen pro Kalenderjahr teilweise überschritten ... die Mehrleistung, auf die kein tariflicher Anspruch besteht, beträgt für beide Versicherte gemeinsam 2.517,24 € … wir müssen Sie leider um Rückzahlung dieses Betrags ersuchen …“ Und: "Wir haben für die zuletzt eingereichten Rechnungen insgesamt eine Entschädigung von 612,46 € berechnet, die wir nun mit der Mehrleistung gegenverrechnet haben, sodass noch ein offener Rückforderungsbetrag von 1.904,78 € besteht … mit der Bitte um Einzahlung innerhalb einer Frist von 21 Tagen …“

2000 Euro zu viel ausbezahlt

Im Klartext: Frau Hein sollte jetzt aus dem Stand heraus an die 2.000 Euro bezahlen, weil ihr die Wiener Städtische über Jahre hinweg aufgrund eines Berechnungsfehlers zu viel ausbezahlt hatte, und bekam obendrein keinen Ersatz für die zuletzt eingereichten Rechnungen überwiesen. Frau Hein war doch mit ihrem Betreuer wegen der Rechnungen ständig in Kontakt gewesen! Wie sollte sie, als derzeit Arbeit suchende Alleinerzieherin, binnen drei Wochen überhaupt so viel Geld aufbringen? Frau Hein wusste alleine nicht mehr weiter. Sie packte die Unterlagen der Krankenversicherung zusammen und suchte verzweifelt unser Beratungszentrum auf.

Wir intervenierten erfolgreich für sie

Wir intervenierten für sie bei der Wiener Städtischen. In unserem Schreiben wiesen wir die Wiener Städtische Versicherung darauf hin, dass Frau Hein gar nicht auffallen konnte, dass ihr über Jahre hinweg zu viel Geld ausbezahlt worden war. Und wir ersuchten die Versicherung, auf die Rückforderung der 2.517,24 € zu verzichten und Frau Hein die 612,46 € Entschädigung für die zuletzt eingereichten Rechnungen auszuzahlen. Nach einer knappen Woche erhielten wir das Antwortschreiben der Wiener Städtischen. Sein Inhalt war für Frau Hein sehr erfreulich. Sie konnte erleichtert aufatmen: Die Versicherung verzichtete auf die Rückforderung und ersetzte 612 Euro.


Die Namen betroffener Konsumenten wurden von der Redaktion geändert. - Sollten Sie ähnliche Konsumenten-Probleme erleben, dann wenden Sie sich am besten an unser VKI-Beratungszentrum .

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo