Altersbeschwerden: Rezeptfreie Mittel

Zum Vergessen

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Konsument 5/2009 veröffentlicht: 30.04.2009

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  • Sogenannte Altersbeschwerden sind keine Krankheit
  • Alle Präparate im Test wenig geeignet
  • Hilfreich sind gesunde Ernährung, geistige und körperliche Aktivität
  • Lebenserwartung steigt

    Die Lebenserwartung von Frau und Herrn Österreicher steigt: Vor zwei Jahrzehnten wurden Männer im Schnitt rund 72 und Frauen 79 Jahre alt, heute sind es bereits 77 bzw. 83 Jahre. Und obwohl wir immer älter werden, fühlen wir uns zunehmend jünger. Dass im genetischen Programm des Menschen ein unaufhaltsamer und nicht umkehrbarer Alterungsprozess vorgesehen ist, hören wir weniger gern. Mit steigendem Alter verengen sich beispielsweise die Gefäße, dadurch kommt es zu Durchblutungsstörungen einzelner Organe. Besonders betroffen von dieser Unterversorgung ist das Gehirn. Als Folgen können Gedächtnisleistung und Konzentrationsfähigkeit nachlassen, Orientierungsschwächen und rasche Stimmungswechsel auftreten.

    Manche altern schneller als andere

    Natürlich altern manche Menschen schneller als andere. Die Lebensumstände spielen dabei eine entscheidende Rolle. Raucher und Übergewichtige haben von Haus aus schlechtere Karten als Menschen, die sich gesund ernähren und viel bewegen. Ebenso wichtig ist die geistige Fitness. Die Altersforschung hat ergeben, dass die geis­tigen Fähigkeiten mit zunehmendem Alter dann am wenigsten abnehmen, wenn sie dauernd trainiert werden.

    Was nicht benutzt wird, verkümmert

    Für unser Gehirn gilt demnach, was auch für unsere Gelenke zutrifft: Was nicht benutzt und trainiert wird, verkümmert. Wer aktiv am politischen, sozialen und kulturellen Geschehen teilnimmt, bleibt auch geistig eher rege. ­Soziale Isolation und Verbitterung hin­gegen schaden der Gesundheit.

    Vergess­lichkeit wird vielfach überbewertet

    Die nachlassende Wahrnehmungs- und Reaktionsgeschwindigkeit lässt sich kompensieren, indem man sich mehr Zeit nimmt und mit größerer Sorgfalt und Umsicht handelt. Die sprichwörtliche Vergess­lichkeit ­älterer Menschen wird vielfach überbewertet. Das Kurzzeitgedächtnis lässt im Alter zwar nach – wobei dieses Nach­lassen individuell sehr unterschiedlich ausfallen kann –, das Langzeitgedächtnis hingegen funktioniert in der Regel nahezu uneingeschränkt. Bestimmte Hilfsmittel wie das Anlegen von Notizen können nützlich sein, wenn man sich auf sein Gedächtnis nicht mehr so ganz verlassen kann.

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    Bild: VKI